Deutsche IS-Rückkehrerin am Berliner Flughafen festgenommen

24.03.2021 Der Generalbundesanwalt hat am Mittwoch am Berliner Flughafen eine deutsche IS-Rückkehrerin festnehmen lassen. Der Frau aus Schleswig-Holstein wird unter anderem vorgeworfen, im Sommer 2016 ihren minderjährigen Sohn mit nach Syrien genommen zu haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Dieser sei dort vom Islamischen Staat (IS) mit noch nicht einmal 15 Jahren an der Waffe ausgebildet und auch als Kämpfer eingesetzt worden. Im März 2018 wurde er den Angaben zufolge bei einem Luftangriff getötet.

Zwei Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Ermittler werfen der 1977 geborenen Frau deshalb nicht nur die Mitgliedschaft beim IS, sondern auch ein Kriegsverbrechen und die Verletzung ihrer Fürsorge- und Erziehungspflicht vor. Sie war laut Bundesanwaltschaft ihrem Ehemann nachgereist, der Deutschland im Sommer 2015 verlassen hatte, um für den IS zu kämpfen. Auch sie selbst soll später für die Terrororganisation gekämpft haben. Wie es weiter hieß, waren beide zuletzt dem IS in seine letzte syrische Hochburg Baghus gefolgt, wo sie schließlich festgenommen wurden.

Die Frau sollte am Donnerstag am Bundesgerichtshof (BGH) einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser eröffnet ihr den Haftbefehl und entscheidet, ob sie in Untersuchungshaft kommt.

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