Kiels Schwenke zu Trainer Werner: Noch alles vor sich

30.04.2021 Auf ein mögliches Interesse anderer Vereine an Trainer Ole Werner reagiert Holstein Kiels Geschäftsführer Wolfgang Schwenke gelassen. «Das wäre keine neue Erfahrung für uns, mit Markus Anfang und Tim Walter haben wir schon zweimal erfolgreiche Trainer verloren», sagte der kaufmännische Chef des Fußball-Zweitligisten in einem Interview dem «Mannheimer Morgen» und der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Freitag).

Wolfgang Schwenke, Geschäftsführer von Holstein Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ole Werner haben wir uns selbst als Trainer aufgebaut, der war hier Spieler und Jugendtrainer, ist 32 Jahre alt und hat noch alles vor sich», betonte der frühere Handball-Nationalspieler. «Wenn ich jetzt er wäre, dann wüsste ich zu schätzen, wie man bei Holstein Kiel arbeiten und sich entwickeln kann.»

Werner hatte das Zweitliga-Team im September 2019 zunächst interimistisch übernommen, nachdem er zuvor viele Jahre im Jugendbereich und als Trainer der zweiten Mannschaft erfolgreich gearbeitet hatte. In der vergangenen Saison führte er das Profi-Team zunächst ins gesicherte Tabellen-Mittelfeld.

In der laufenden Spielzeit rangieren die Kieler auf dem vierten Platz und haben bei drei Spielen weniger als das Spitzen-Trio VfL Bochum, SpVgg Greuther Fürth und Hamburger SV noch gute Aufstiegschancen. Am Samstag (20.30 Uhr/ARD und Sky) spielen sie bei Borussia Dortmund erstmals im DFB-Pokal-Halbfinale.

Den jüngsten Trend, Ablösesummen für Trainer zu zahlen, um diese aus Verträge herauszukaufen, sieht Schwenke kritisch. «Spieler werden auch aus ihren Verträgen gekauft. Aber ich finde es krass, welche Summen da mittlerweile aufgerufen werden», meinte er. «Wenn ich da aus unserem beschaulichen Kiel auf das Geschehen schaue, muss ich sagen: Das ist der Wahnsinn.»

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