Impfungen für Prioritätsgruppe drei beginnen am 10. Mai

04.05.2021 Die Impfkampagne gegen Corona gewinnt im Norden weiter an Fahrt. Die Marke von einer Million Impfungen ist überschritten. Und in wenigen Tagen kommt die nächste Gruppe an die Reihe.

Eine Impfung wird in einer Arztpraxis vorbereitet. Foto: Ralf Hirschberger/ZB/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Corona-Schutzimpfungen für Frauen und Männern in der Prioritätsgruppe drei sollen in Schleswig-Holstein am 10. Mai beginnen. Termine könnten vom 6. Mai an (17.00 Uhr) online gebucht werden, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Kiel mit. Inzwischen sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) mehr als eine Million Impfdosen im nördlichsten Bundesland verabreicht worden. Am Montagmorgen (Stand 8.00 Uhr) waren es insgesamt gut 1,035 Millionen Impfungen. 257.764 Menschen waren bereits vollständig geimpft.

Zur dritten Prioritätsgruppe zählen Menschen, die 60 Jahre oder älter sind. Außerdem können sich Patienten mit bestimmten Krankheiten, darunter Herz- oder Immunschwäche, Autoimmunerkrankungen, Diabetes oder chronischen neurologischen Erkrankungen, impfen lassen. Zur Prioritätsgruppe drei zählen weitere Gruppen, darunter Personen in besonders relevanten Positionen bei Polizei, Zoll, Feuerwehr und Katastrophenschutz oder in Justiz und Rechtspflege. Auch Beschäftigte zum Beispiel im Lebensmitteleinzelhandel oder in Schulen stehen auf der Liste.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) bekommen die Hausärzte immer mehr Gewicht beim Impfen. «Die Praxen bilden inzwischen den Schwerpunkt der Impfkampagne», sagte er der «Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung». So gebe es in dieser Woche nur rund ein Fünftel der Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren, alle anderen in den Praxen.

Konkret bedeutet das dem Ministerium zufolge: In dieser Woche finden in den Impfzentren 22.000 Erstimpfungstermine statt, und die Praxen erhalten rund 105.000 Impfdosen. In den kommenden beiden Wochen sind es 65.000 Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren und 165.565 Impfdosen für die Praxen.

Deshalb sei die Chance auf einen Impftermin beim eigenen Hausarzt auch deutlich höher als im Impfzentrum, betonte Garg. Dass es trotzdem noch nicht so viele Termine wie Anfragen gebe, liege nicht an den Ärzten oder Praxismitarbeitern: «Wir haben aber nach wie vor nicht genug Impfstoff, um sofort allen Menschen einer Priorisierungsgruppe eine Impfung anzubieten.»

Die 28 Impfzentren im Land sollen Garg zufolge frühestens Ende Juli geschlossen werden. «Und zwar, wenn ab dann die Impfungen ausschließlich über die Praxen stattfinden können. Ob das so kommt, ist abhängig unter anderem von den Lieferungen und auch der Leistungsfähigkeit des niedergelassenen Systems.»

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