Konferenz: Lage der Offshore-Windkraftbranche noch schwierig

11.05.2021 Trotz positiver Signale auf der Nationalen Maritimen Konferenz in Rostock ist die Situation für die Offshore-Windkraftbranche in Deutschland weiter schwierig. «Bis Ende kommenden Jahres werden keine neuen Anlagen ans Netz gehen», sagte der Geschäftsführer der Stiftung Offshore Windenergie, Andreas Wagner, am Dienstag.

Ein Arbeitsschiff bringt Monteure zu Windrädern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein echter Investitionsschub werde benötigt, so Wagner. Dafür müssten die vorhandenen Potenziale schnellstmöglich zusätzlich ausgeschrieben und mit raschen Inbetriebnahmen verbunden werden. «Jetzt die Investitionen vorzuziehen, hilft Konjunktur und Klimaschutz gleichermaßen», sagte Wagner.

Die gravierenden Folgen des fehlenden Ausbaus der Windenergie in Nord- und Ostsee - Unternehmensschließungen, Beschäftigungsverluste und Abwanderungen aus dem deutschen Markt etwa - müssten schnellstmöglich überwunden werden. Die Branche habe in den vergangenen Jahren kontinuierlich vor diesen Folgen gewarnt.

Gleichzeitig sei die Betonung des Klima- und Ressourcenschutzes auf der Konferenz von der Windenergiebranche als wichtiges Aufbruchssignal aufgenommen worden. Es sei herausgearbeitet worden, dass die Offshore-Windenergie einen wichtigen Baustein in der maritimen Wertschöpfungskette bilden kann. Die Potenziale auf dem Weg in die klimaneutrale Energiewirtschaft seien enorm, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie, Wolfram Axthelm. «Die Botschaften müssen nun in die Realitäten der Branche übersetzt werden.»

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