Hamburg ruft auch alle Vorerkrankten zum Impfen auf

13.05.2021 Mit den laut Priorisierungsgruppe 3 vorerkrankten werden in Hamburg nun alle Menschen mit besonderen gesundheitlichen Problemen zur Corona-Schutzimpfung aufgerufen. Mindestens 10 000 zusätzlich für sie bereitgestellte Termine im Impfzentrum in den Messehallen könnten ab Montag gebucht werden, sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Menschen, die von einer Infektion stärker betroffen sein könnten, weil sie gesundheitlich vorbelastet sind, sollen bevorzugt ein Impfangebot erhalten.»

Melanie Leonhard (SPD) redet vor einem Corona-Impfzentrum. Foto: Markus Scholz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zu den nun Aufgerufenen gehören laut Impfverordnung des Bundes beispielsweise Menschen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologischen Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Diabetes mellitus ohne Komplikationen oder Adipositas mit einem BMI über 30. Lediglich die Impfberechtigung muss von einem Arzt attestiert werden, medizinische Befunde müssen im Impfzentrum nicht vorgelegt werden.

Wie groß die Gruppe ist, sei nicht abzuschätzen, hieß es in der Behörde, da die Betroffenen auch bereits über die Hausärzte geimpft werden könnten. Bisher sind im Impfzentrum schon Menschen mit besonders schweren Erkrankungen aus der Prio2-Gruppe - etwa Krebspatienten in Behandlung, Menschen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen oder schwerem Diabetes - impfberechtigt.

«Indem wir in der Priorisierung weiter voranschreiten, schützen wir damit die Menschen, für die eine Erkrankung besonders schwerwiegend wäre», sagte Leonhard. «Ohne Priorisierung könnten wir diese Schwerpunkte nicht setzen.» Die Termine im Impfzentrum sind telefonisch unter 116 117 oder online unter www.impfterminservice.de buchbar und ab Montag freigeschaltet.

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