CDU fordert Ende der Maskenpflicht an Alster und Elbe

16.05.2021 Angesichts sinkender Infektionszahlen werden weitere Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen gefordert. Eine Demonstration lockt nur wenige Menschen ins Freie.

Christoph Ploß (CDU) spricht im Bundestag. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Hamburger CDU-Vorsitzende Christoph Ploß hat die Aufhebung der Maskenpflicht am Wochenende an Alster und Elbe gefordert. Grund seien die sinkenden Inzidenzzahlen, teilte Ploß am Sonntag mit. Auch müsse die Außengastronomie spätestens Pfingsten wieder öffnen dürfen. «Die Maskenpflicht für Jogger und Spaziergänger an Alster und Elbe sowie im Jenischpark war von Anfang an unverhältnismäßig und hat dazu geführt, dass die sinnvollen Coronamaßnahmen auf weniger Akzeptanz gestoßen sind», kritisierte Ploß.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist im Wochenvergleich weiter zurückgegangen. Am Sonntag kamen 102 hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das sind zwar 37 Fälle mehr als am Sonnabend, aber 46 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, sank von 55,7 auf 53,2. Vor einer Woche hatte sie noch bei 83,8 gelegen.

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Hamburg gestorbenen Menschen erhöhte sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 2 auf 1533. Insgesamt haben sich in der Corona-Pandemie der Gesundheitsbehörde zufolge bisher nachweislich 74 995 Hamburgerinnen und Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert. 68 300 von ihnen gelten laut RKI als genesen.

Das RKI wies darauf hin, dass bei der Interpretation der Fallzahlen weiterhin zu beachten sei, dass an Feier- und Brückentagen weniger Menschen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden.

Eine Demonstration von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen in der Hansestadt hatte am Sonnabend nur geringen Zulauf. Statt der angemeldeten 600 Teilnehmer kamen nach Angaben der Polizei rund 150 Teilnehmer zu der Veranstaltung auf der Ludwig-Erhard-Straße. In der Nähe versammelten sich knapp 50 Gegendemonstranten.

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