Holstein Kiel verzichtet auf Fans im letzten Heimspiel

17.05.2021 Fußball-Zweitligist Holstein Kiel verzichtet in seinem letzten Saisonspiel gegen Darmstadt 98 auf eine mögliche Fan-Unterstützung. «Auch wenn im Rahmen eines Modellprojekts eine begrenzte Anzahl von Zuschauern erlaubt sein könnte, werden wir unser letztes Heimspiel gegen Darmstadt 98 in der gewohnten Art und Weise wie in den vergangenen sieben Monaten im Holstein-Stadion austragen», sagte Clubchef Steffen Schneekloth am Montag in einer Clubmitteilung. Die Kieler können am Sonntag im Spiel gegen die Hessen erstmals in die Bundesliga aufsteigen.

Das Vereinslogo von Holstein Kiel ist auf einer Eckfahne zu sehen und weht im Wind. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nannte die Entscheidung «Ausdruck großer Verantwortung der Vereinsführung». «Bei allem Verständnis für die Euphorie, die Holstein mit seinen sensationellen Leistungen auch bei mir ausgelöst hat - wir müssen noch behutsam sein und dürfen weitere Öffnungen nicht überstürzen», sagte der Regierungschef in der Landeshauptstadt. Das Ziel sei es, alle Stadien in der kommenden Saison wieder für Fans zu öffnen.

Nach Angaben des Kieler Gesundheitsministeriums vom Montag lag der Inzidenzwert im nördlichsten Bundesland bei 35,1 Infektionen pro 100 000 Einwohner.

Holstein Kiel zeigte sich überrascht von der Ankündigung der Stadt Kiel, dass für das letzte Saisonspiel Zuschauer zugelassen werden könnten. «Weder sollte der Profifußball für sich eine Sonderrolle in der Gesellschaft reklamieren. Denn auch in anderen Veranstaltungsbranchen sind derzeit keine Zuschauer zugelassen. Noch möchte die KSV Holstein eine Bevorzugung gegenüber anderen Sportvereinen im Land erfahren», sagte Schneekloth. «Denn auch in anderen Ligen und Sportarten kämpfen, sofern möglich, Sportler*innen um Auf- und gegen Abstiege.»

Man sei dafür, dass eine einheitliche Regelung gefunden werde. Die KSV Holstein hofft vielmehr, «dass ab der kommenden Saison wieder überall Fans mit dabei sein können, denn davon lebt der Sport».

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