Werner will keine Relegation: «Saison am Sonntag beenden»

21.05.2021 Trainer Ole Werner vom Aufstiegskandidaten Holstein Kiel will sich auf eine mögliche Relegation zur Fußball-Bundesliga gar nicht erst einlassen. «Es stehen der 34. Spieltag und damit die Entscheidungen an. Und es ist unser Ziel, die Saison am Sonntag zu beenden», sagte der Coach des Tabellenzweiten vor dem letzten regulären Heimspiel gegen Darmstadt 98 am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) im Holstein-Stadion. Wenn die Kieler ihren achten Heimsieg in Serie erzielen, wäre ihr erstmaliger Bundesliga-Aufstieg sicher.

Der Kieler Trainer Ole Werner. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch von dann möglichen Feierlichkeiten wollte der 33-Jährige zwei Tage vor dem Saisonfinale noch nichts wissen. «Erstmal konzentriere ich mich auf die 90 Minuten gegen Darmstadt 98, danach würde mir dann schon etwas einfallen», versicherte er grinsend. Im Trainer-Duell mit Markus Anfang, der Holstein 2017 in die 2. Liga führte, müssen die Norddeutschen vor allem Toptorjäger Serdar Dursun beachten, der mit 25 Treffern die Schützenliste vor Simon Terodde (HSV/23) anführt.

«Er ist in erster Linie dafür zuständig, bei Darmstadt die Tore zu machen. Wir müssen das im Team lösen, dürfen aber nicht den Fehler machen, uns nur auf diesen einen Spieler zu konzentrieren», warnte Werner. Der jüngste Chefcoach im deutschen Profi-Fußball wirkte betont locker und war froh, dass er seine Profis nach vielen coronabedingten Nachholspielen im Drei-Tage-Rhythmus nun eine komplette Woche auf das entscheidende Match vorbereiten konnte. «Die Woche hat uns in vielerlei Hinsicht geholfen. Wir können selbstbewusst und mit breiter Brust auftreten.»

Obwohl Greuther Fürth (61 Punkte) hinter dem VfL Bochum (64) und Holstein (62) zurückliegt, erwartet Fürths Coach Stefan Leitl, dass ein Heimsieg über Fortuna Düsseldorf zum direkten Aufstieg seines Teams ausreicht, wie er am Freitag aussagte. «Dass Bochum daheim gegen Sandhausen verliert, kann ich mir wirklich nicht vorstellen», konterte Werner verbal und sorgte für einige Lacher.

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