Drückende Hitze, schwere Gewitter und hohe Brandgefahr

19.06.2021 Die erste Hitzewelle 2021 macht Lust aufs Baden oder auf Abkühlung im schattigen Wald. In Niedersachsen und Bremen haben hohe Temperaturen und starke Trockenheit aber auch unangenehme Seiten. Weitere Gewitter sind im Anmarsch - Brand- und Überflutungsgefahren inklusive.

Die Sonne geht unter. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das heiße Hochsommerwetter hat den Nordwesten am Samstag zunächst weiter ins Schwitzen gebracht - nach ersten heftigen Niederschlägen in Ostfriesland sollen nun bald weitere Gewitter folgen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagte, dürfte sich in der Nacht zum Sonntag in Niedersachsen und Bremen in schwüler Luft «eine brisante Gewitterlage» aus Richtung Westen ergeben. An der Nordseeküste war es bereits am Freitagabend zu Unwettern gekommen. Wegen der insgesamt großen Trockenheit gilt in mehreren Teilen des Landes derweil die höchste Waldbrand-Warnstufe.

Der DWD erwartet nach Angaben vom Samstagmorgen für die kommende Nacht den «Durchzug von schweren Gewittern mit Starkregen». Es könnten innerhalb kurzer Zeit bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, auch Hagel und orkanartige Böen seien örtlich möglich. Sonntagmittag werde sich das Wetter voraussichtlich beruhigen.

Einstweilen bleibt die Brandgefahr in vielen Regionen hoch. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte den Bürgerinnen und Bürgern geraten, beim Umgang mit Feuer extrem vorsichtig zu sein. In Melbeck bei Lüneburg war in der Nacht zum Samstag eine große Lagerhalle mit Heu und Reet komplett abgebrannt. Wie genau sich die Flammen entwickelten, war vorerst noch unklar.

Im Landkreis Aurich musste die Feuerwehr schon am Freitagabend zu mehreren Einsätzen ausrücken - hier waren vor allem Schäden durch Starkregen bei Gewittern und Überschwemmungen der Grund. «Große Teile der Straßen» hätten zeitweise unter Wasser gestanden, hieß es. Die Helfer konnten nur schwer an einige Einsatzstellen gelangen. Die Rede war von teils bis zu fünf Zentimeter großen Hagelkörnern. Außerdem mussten in der Gegend mehrere Keller leer gepumpt werden.

Am Donnerstag waren Rekordwerte für den Monat Juni in Niedersachsen aufgezeichnet worden. In Emden etwa wurden 34,1 Grad Celsius gemessen - so warm war es hier seit dem Startpunkt der Erfassung 1997 noch nie. Die 33,8 Grad für Cuxhaven waren ebenfalls ein Juni-Höchstwert seit dem Beginn der Messreihe 1946.

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