Zwei Jugendliche tot aus Seen im Norden geborgen

20.06.2021 Eine 13-Jährige ertrinkt im Einfelder See, ein 19-Jähriger wird nur noch tot aus einem See in Müssen geborgen. Zwei Jugendliche werden seit dem Wochenende nach einem Bad in der Elbe vermisst. Ein Fall wirft besondere Fragen auf.

Spürhund Thor sucht mit Einsatzkräften auf dem Einfelder See nach einer vermissten Schwimmerin. Foto: Markus Scholz/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Gewässern in Schleswig-Holstein und Hamburg sind am Wochenende mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und weitere Badende werden vermisst. Am Sonntag entdeckten Feuerwehrleute im Einfelder See bei Neumünster die Leiche einer 13-Jährigen etwa 30 Meter vom Ufer entfernt, wie die Polizei mitteilte. Das Mädchen war seit Freitag vermisst worden. Danach hatten Einsatzkräfte nach dem Kind, das in dem See baden gegangen war, gesucht. Die Helfer waren mit Booten im Einsatz, Taucher suchten unter Wasser. Auch zwei Spezialhunde halfen bei der Suche.

Ebenfalls tragisch endete das Bad in einem See in Müssen (Kreis Herzogtum Lauenburg) am Samstagabend für einen 19-Jährigen. Die Rettungskräfte wurden laut Regionalleitstelle gegen 20.30 Uhr informiert. Die Feuerwehr begann eine Suche mit Booten, auch Taucher kamen zum Einsatz. Gut anderthalb Stunden später bargen sie den leblosen Körper. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät.

Bis tief in die Nacht zum Sonntag suchten Einsatzkräfte in der Elbe bei Kollmar (Kreis Steinburg) vergeblich nach einem vermissten Mädchen. Die Neunjährige war am frühen Abend im Wasser an der Badestelle verschwunden. Das Mädchen hielt sich an dem Strand mit einer Freundin und deren Eltern auf, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Mutter des Mädchens kam erst später hinzu. Sie wird medizinisch betreut.

Die nächtliche Suche dauerte bis 3.15 Uhr am Sonntag. Das Mädchen aus Elmshorn war nach Polizeiangaben gegen 17.50 Uhr ins Wasser gegangen und von einem Sog mitgerissen worden. An der intensiven Suche beteiligten sich neben der Polizei die DLRG, Boote der Wasserschutzpolizeien Brunsbüttel und Hamburg, die Feuerwehr, auch Taucher und Hubschrauber aus Hannover und Sankt Peter-Ording. Zudem gingen Drohnen in die Luft und Suchhunde kamen zum Einsatz.

Bereits seit Freitagabend wird ein 15-Jähriger nach einem Bad in der Elbe vermisst. Der Jugendliche wurde nach Polizeiangaben von der Strömung mitgerissen. Ein 17-Jähriger und ein 22-Jähriger versuchten noch, dem Jungen im Wasser zur Hilfe zu kommen. Während der 17-Jährige selbstständig das Ufer erreichte, wurde der 22-Jährige entkräftet aus dem Wasser gezogen. Nach dem Vermissten wurde am Freitagabend mit Hilfe von Tauchern und Drohnen gesucht.

Noch unklar ist ein möglicher Zusammenhang dieses Falls mit einer mutmaßlichen Messerattacke am Kalischer Platz in Hamburg-Harburg vom Samstag. Dabei soll ein 19-Jähriger einen 16-Jährigen unvermittelt von hinten angegriffen und mutmaßlich mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Der Rumäne sollte noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden. Das Opfer musste notoperiert werden. Sein Zustand war laut Polizei weiter kritisch.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um den Bruder des vermissten Schwimmers. Nach Polizeiangaben dauern die die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat an.

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