FDP froh über Corona-Lockerungen für Kinos

23.06.2021 Die FDP im Kieler Landtag ist erleichtert über die von der Landesregierung beschlossenen Lockerungen für Kinobesuche. «Die Kinobranche gehört zu den durch die Corona-Krise am meisten gebeutelten Bereichen», sagte Fraktionschef Christopher Vogt am Mittwoch. «Wie alle Unternehmen, die Veranstaltungen ausrichten, leiden die Kinos besonders unter den hohen Auflagen, die ihnen zum Schutz der Menschen auferlegt werden mussten.» Nun werde ihnen eine große Last von den Schultern genommen.

Christopher Vogt (FDP), Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit der vom nächstem Montag an geltenden Verordnung entfällt die Testpflicht für «Veranstaltungen mit Sitzungscharakter». Am Platz muss man außerdem keine Maske mehr tragen. Zudem dürfen Säle mit 50 Prozent der Kapazität belegt werden. «Das sind verantwortbare Regelungen für die Kinobesucher und das ist eine gute Lösung für die Kinobetreiber», sagte Vogt. «Die Kinosäle verfügen über gute Lüftungsanlagen, so dass das Ansteckungsrisiko dort sehr viel geringer ist als an anderen Orten.» Das sei noch nicht Normalbetrieb, aber Betreiber könnten nun wieder in die Nähe der Wirtschaftlichkeit kommen.

Vogt hat sich nach eigenen Worten in Ratzeburg bei Vorstandsmitgliedern des Kinoverbundes Schleswig-Holstein über die Situation der Branche informiert. Auch der Kinoverbund zeigte sich erleichtert. Endlich dürften wieder mehr Besucher kommen, sagte Vorstandsmitglied Meike Peemöller laut FDP. «Jeder Sitzplatz, den wir nicht besetzen dürfen, bedeutet Einbußen, aber die 50-Prozent-Belegung ist ein guter Anfang, so dass wir hoffentlich bald wieder auf eigenen Beinen stehen können.»

Die Kontrolle der drei G - Getestet, Genesen, Geimpft - sei im Alltag nicht immer leicht gewesen, schilderte Annika Tonn, Leiterin des Burgtheaters Ratzeburg und des Eulenspiegelkinos in Mölln. «Gerade Familien mit Kindern waren durch die Testpflicht häufig abgeschreckt, so dass ein Kinobesuch für sie oft gar nicht in Frage kam.»

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