Lüneburg Vorreiter bei Draußenschule: Projekt

25.06.2021 In der Grundschule Lüne ist das Projekt Draußenschule mit wöchentlichen Ausflügen in die Natur gestartet. Damit sind die Lüneburger Kinder Vorreiter in Niedersachsen, in Hamburg und Schleswig-Holstein wird schon lange im Wald gelernt. «Entdecken und Forschen in der Praxis steigert die Motivation und färbt ab auf den Unterricht im Klassenraum», sagt Johannes Plotzki, Gründer der Bildungsinitiative Landschaftsabenteuer in der Metropolregion Hamburg.

Johannes Plotzki (M), Gründer des Landschaftsabenteuers in der Metropolregion Hamburg, erklärt. Foto: Philipp Schulze/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Teil des Konzepts, das er seit 2008 an mehr als 20 Schulen in Hamburg und Schleswig-Holstein verwirklichte, ist der Fußmarsch auf eine Wiese, in einen Wald oder Garten. Als Anregung zum Nachmachen in der Freizeit. Das Besondere an der Idee ist es, ein Jahr lang jede Woche an einem bestimmten Tag in der Natur zu sein. «Ich habe es Draußenschule genannt, denn bisher gab es nur Projekt- oder Wandertage. Aber wirklich 36 Wochen während des Schuljahres rauszugehen, war Neuland in Deutschland», erzählt der 45 Jahre alte Naturpädagoge. In Skandinavien sei so etwas schon länger in den Schulalltag integriert.

«Es ist meine Mission, Kontakt zwischen Mensch und Natur herzustellen», sagt Plotzki. Angefangen hat er 2008 mit der ersten Schule an seinem damaligen Wohnort in Bargfeld-Stegen in Schleswig-Holstein, inzwischen sind etliche auch mitten in Hamburg wie die Grundschule Sternschanze hinzugekommen. 16 Freiberufler hat er unter Vertrag, sie betreuen die Klassen in der wöchentlichen Doppelstunde. Von staatlicher Seite gibt es derzeit noch keine Zuschüsse, das Geld kommt aus Schulvereinen und Stiftungen.

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