Trotz Corona-Pandemie: Bestes Abitur seit zehn Jahren

25.06.2021 Trotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie haben Hamburgs Abiturienten den besten Schulabschluss seit zehn Jahren hingelegt. Die 9144 jungen Frauen und Männer des Abitur-Jahrgangs 2021 erzielten einen Notendurchschnitt von 2,27, wie die Schulbehörde am Freitag mitteilte. In den vergangenen zehn Jahren habe der Notenschnitt zwischen 2,36 und 2,46 gelegen. Auch die schriftlichen Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss seien besser ausgefallen als im Jahr zuvor.

Ein Schild mit der Aufschrift «Bitte Ruhe: Abitur» hängt an einer Fensterscheibe. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Sie können zu Recht stolz auf sich sein. Das waren keine einfachen Rahmenbedingungen», beglückwünschte Schulsenator Ties Rabe (SPD) die Schüler. Laut Behörde haben 9144 von 9351 angetretenen Schülerinnen und Schülern das Abitur bestanden. Das entspreche einer Quote von 97,8 Prozent - nach 97,3 Prozent im Jahr zuvor.

Die durchschnittliche Abiturnote an Stadtteilschulen liege bei 2,43, an Gymnasien bei 2,16 und an den Beruflichen Gymnasien bei 2,45. Bei den sehr guten Noten zwischen 1,0 und 1,5 liege der Anteil der jungen Frauen bei fast zwei Drittel. Bei den schwächeren Abinoten zwischen 3,0 und 3,8 dominierten die jungen Männer mit 57 Prozent. Die Bestnote 1,0 wurde 267 (Vorjahr 193) mal vergeben.

Bei den schriftlichen Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss, dem früheren Realschulabschluss, konnten sich die Jungen und Mädchen in den Fächern Mathematik und Englisch verbessern, im Fach Deutsch lagen sie etwas unter dem Vorjahresergebnis. Die Ergebnisse des Ersten Schulabschlusses, dem früheren Hauptschulabschluss, lägen aufgrund der besonderen Situation derzeit noch nicht vor.

«Offensichtlich war die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler im Fernunterricht besser als behauptet», sagte Rabe. Zudem habe sich ausgezahlt, dass die Vorbereitungszeit sowie die Klausurzeit verlängert und die Themen genauer bekannt gegeben worden seien. «Vielleicht spielte auch eine Rolle, dass es während der Prüfungen kaum Freizeitangebote und Ablenkungsmöglichkeiten gab.»

Erfreulich sei auch, dass die Zahl jener Schülerinnen und Schüler, die das Gymnasium am Ende von Klasse 6 aufgrund schlechter Noten verlassen mussten, erneut gefallen sei. «Waren es in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 837 und 1050, sind es diesmal nur 658», sagte Rabe.

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