Prozess um Attacke mit Glasflasche

24.02.2021 Nach einem Angriff mit einer abgebrochenen Bierflasche in einer Drogenhilfeeinrichtung muss sich ein 49-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Der Anklage zufolge ereignete sich die Tat im März 2020 in einer Einrichtung im Frankfurter Bahnhofsviertel, wo sich der Mann mit Drogenersatzstoffen versorgte. Dabei kam es demnach zum Streit mit einem anderen Drogenabhängigen, worauf der Angeklagte diesen attackiert haben soll. Das Opfer musste den Angaben zufolge mit mehreren Schnittverletzungen im Gesicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Ein Justizmitarbeiter schließt die Tür zu einem Verhandlungssaal. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zum Prozessauftakt am Mittwoch sprach der Angeklagte - anders als in den bisherigen Vernehmungen - von einer Notwehrsituation. So sei er zuvor von dem Mann angegriffen worden. Nur wenige Minuten nach der Tat war er ohne Widerstand festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft nimmt bislang einen bedingten Tötungsvorsatz an und hat den 49-Jährigen deshalb wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Die Beweisaufnahme gestaltete sich am ersten Verhandlungstag schwierig. Der als Zeuge geladene Verletzte blieb dem Gerichtstermin fern und gilt bislang als nicht auffindbar. Die Schwurgerichtskammer hat noch drei weitere Verhandlungstermine bis Mitte März terminiert.

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