Topspiel gegen Leipzig: Eintracht strebt «super Zeichen» an

12.03.2021 Fredi Bobic hier, Fredi Bobic da: Zuletzt gab es bei der Eintracht kaum ein anderes Thema als den wechselwilligen Sportvorstand. Chefcoach Hütter erklärt seine Loyalität zum ehemaligen Torjäger, in der Liga wartet ein wichtiges Spitzenspiel.

Adi Hütter während eines Spiels. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sportdirektor Bruno Hübner geht definitiv, auch Sportvorstand Fredi Bobic will weg und mittendrin soll Trainer Adi Hütter für Eintracht Frankfurt bislang Einmaliges meistern. Der jüngste sportliche Erfolgszug der Hessen in der Bundesliga, der sogar erstmals in die Champions League führen könnte, ist zuletzt in den Hintergrund geraten, weil die Spekulationen um Bobic und dessen möglichen Wechsel zu Ligarivale Hertha BSC trotz eines Vertrages bis 2023 nicht enden wollen.

Für den unumstrittenen Chefcoach Hütter bleibt der frühere Torjäger der erste Ansprechpartner für sportliche Themen. «Ich bin sehr, sehr loyal zu meinen Vorgesetzten. Und Fredi ist mein Vorgesetzter», sagte der 51 Jahre alte Österreicher vor dem Spitzenspiel bei RB Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr/Sky). Hütter hätte vor der mit Spannung erwarteten Top-Partie jede Menge sportliche Themen auf der Agenda, muss sich aber seit Wochen wieder und wieder zu den unklaren Konstellationen im Verein äußern.

In dieser Woche wurde bekannt, dass der Eintracht-Aufsichtsrat Bobic nicht kampflos ziehen lassen wird und verweigerte dem 49-Jährigen die von ihm gewünschte vorzeitige Vertragsauflösung zum Saisonende. Damit könnte es zu einer Wende der Causa kommen, nachdem Bobic in der Vorwoche bereits seinen Abschied im Sommer verkündet hatte. Das Gremium habe Bobic darauf hingewiesen, «dass sein Vorstandsvertrag ohne jede Kündigungs- oder Ausstiegsmöglichkeit noch bis 30. Juni 2023 läuft». Bobic habe dies bestätigt und erklärt, «dass er sich vertragskonform verhalten und dementsprechend seinen Vertrag einhalten wird».

Ob Bobic aber in Frankfurt die Champions-League-Hymne im sportlichen Erfolgsfall noch hören würde, bleibt fraglich. Hütter und sein von Stürmer André Silva angeführtes Team will schon in Leipzig alles tun, um den nächsten Schritt in diese Richtung zu schaffen. «Es wäre die absolut perfekte Situation und ein super Zeichen, wenn wir in so einem Spiel mal punkten könnten», sagte der 51-Jährige. Zwar steht die SGE derzeit auf Rang vier, jedoch gibt es in Leverkusen und Dortmund zwei starke Verfolger. Den Rest der Saison beschrieb Hütter als «Zielgerade, auf der noch sehr hohe Hürden zu bewältigen sind».

Leipzig, das unter der Woche gegen den FC Liverpool aus der Königsklasse ausschied, kämpft mit Titelverteidiger FC Bayern um die Meisterschale. «Julian Nagelsmann wird die Mannschaft wieder so einstellen, dass sie wieder hungrig sind. Wir werden versuchen, Leipzig ein Bein zu stellen, wissen aber auch, wer auf uns wartet», sagte Hütter über das Team, das die vergangenen sechs Liga-Spiele in Serie gewann.

Bei seiner eigenen Mannschaft kann der Coach wieder auf Daichi Kamada und Tuta bauen, die nach Pausen in der Vorwoche zurückkehren. Der Japaner Kamada könnte anstelle von Luka Jovic spielen, Brasiliens Abwehrtalent Tuta kämpft mit dem ehemaligen Leipziger Stefan Ilsanker um einen Startelf-Platz für Sonntag.

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