Durchsuchungen und Festnahmen nach Schießerei in Frankfurt

17.03.2021 Nach einer Schießerei Ende Januar in Frankfurt sind am Mittwoch zwei Tatverdächtige festgenommen worden. Vorangegangen waren Durchsuchungen von 30 Wohnungen und Geschäftsräumen in Frankfurt, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, teilten eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft mit. Als dringend tatverdächtig gelten der 29 Jahre alte mutmaßliche Schütze und ein 33 Jahre alter Mann, der die Tat unterstützt haben soll. Beide Männer sollten noch am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden.

Das Blaulicht an einem Polizeiauto leuchtet. Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Ermittlungen wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen versuchten Totschlags sowie des besonders schweren Landfriedensbruchs und des Verstoßes gegen das Waffengesetz betreffen den Angaben zufolge insgesamt 18 junge Männer im Alter von 14 bis 39 Jahren. Sie sollen Ende Januar zusammen mit weiteren Mittätern eine Gruppe von acht Personen angegriffen und einen Menschen durch Schüsse verletzt haben, die sich in und vor einem Kiosk aufhielten.

Die dunkel gekleideten und teilweise vermummten Tatverdächtigen fuhren den bisherigen Ermittlungen zufolge mit acht Fahrzeugen zum Tatort. Zwei der Angreifer sollen lange Schlagwerkzeuge wie Schlagstöcke oder Baseballschläger bei sich gehabt haben, zwei andere sollen mit Handfeuerwaffen bewaffnet gewesen sein. Der 29-jährige soll mindestens fünf gezielte Schüsse in Richtung Kiosk abgegeben haben. Getroffen wurde allerdings einer der Mitbeschuldigten - er erlitt einen Wadendurchschuss. Sonst wurde niemand verletzt.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News