Steigenden Inzidenz: Corona-Kabinett berät über Konsequenz

17.03.2021 Das Corona-Kabinett der hessischen Landesregierung will am Donnerstag angesichts steigender Zahlen bei den Neuinfektionen über mögliche erneute Verschärfungen im Lockdown beraten. Thema bei dem Gespräch am Nachmittag seien auch die Schulen, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Wiesbaden. Er verwies auf die Ankündigung von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), Hessen werde auf steigende Infektionszahlen auf jeden Fall reagieren.

Proben für einen PCR-Test werden von einem Laboranten verpackt. Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Länderchefs hatten sich Anfang März mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine stufenweise Öffnungsstrategie geeinigt - jedoch mit eingebauter Notbremse: Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, sollen Erleichterungen wieder gestrichen werden.

Binnen eines Tages wurden am Mittwoch in Hessen landesweit 1174 Neuinfektionen registriert, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (Stand 3.24 Uhr) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 35 auf 6094. Die landesweite Inzidenz - also die Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage - lag bei 93,4. Am Vortag hatte sie bei 89,1 gelegen.

Nach den bisherigen Plänen der hessischen Landesregierung sollte ab kommender Woche in den Klassen ab Jahrgangsstufe 7 ein Präsenztag in der Schule eingerichtet werden. Für die Grundschüler sollte nach den Osterferien ab Mitte April der eingeschränkte Regelbetrieb mit fünf Tagen pro Woche Unterricht gelten. Als Voraussetzung für die geplanten Öffnungsschritte galt, dass der landesweite Corona-Inzidenzwert nicht über 100 steigt.

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