Kreise sperren sich gegen Ausweitung von Präsenzunterricht

18.03.2021 Immer mehr Städte und Kreise sperren sich gegen die geplante Ausweitung des Präsenzunterrichts an den Schulen in Hessen noch vor den Osterferien. Nach Stadt und Kreis Offenbach haben nun auch Hanau und der Main-Kinzig-Kreis sowie die Kreise Groß-Gerau, Lahn-Dill, Fulda und Gießen abgesagt.

Ein leerer Klassenraum. Foto: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen der Corona-Pandemie wird derzeit für die Klassen eins bis sechs Wechselunterricht angeboten. Die Jahrgangsstufen sieben bis elf lernen im Distanzunterricht. Nur Abschlussklassen bekommen vollständigen Präsenzunterricht. Vergangene Woche hatte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) verkündet, ab 22. März sollten alle Schüler teilweise zurückkehren - für mindestens einen Präsenztag pro Woche. Voraussetzung sei jedoch, dass der landesweite Corona-Inzidenzwert nicht über 100 steige.

«Angesichts der Tatsache, dass seit ein paar Tagen die Inzidenz bei uns im Kreis wieder über 100 liegt, wird dieser Schritt zur Rückkehr in den Unterricht nicht gegangen», sagte der Landrat von Groß-Gerau, Thomas Will (SPD), am Mittwoch. «Die Zahlen sind zu hoch, und sie könnten schwerer beherrschbar werden, wenn wir nächste und übernächste Woche unbeirrt und unreflektiert mehr Präsenzunterricht ermöglichen», sagte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD). Auch der Kreis Fulda und der Kreis Gießen begründeten den Schritt mit steigenden Infektionszahlen. «Wir möchten kein Risiko eingehen», sagte der Landrat des Lahn-Dill-Kreises, Wolfgang Schuster (SPD).

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