Digitaler Kirchentag über gesellschaftlichen Zusammenhalt

30.03.2021 Der wegen der Corona-Pandemie ausschließlich digital stattfindende 3. Ökumenische Kirchentag (ÖKT) will sich vor allem Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts widmen. Geplant seien dazu vom 13. bis 16. Mai rund 80 Formate, die die ursprünglich angedachten Präsenzveranstaltungen in Frankfurt ersetzen sollen, wie die Macher am Dienstag mitteilten.

Julia Helmke, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Demnach gibt es unter anderem einen zentralen Livestream, abrufbare Beiträge aus einem Studio und digitale Orte der Begegnung. «Ganz genau gerade jetzt bietet der ÖKT eine lang vermisste Möglichkeit für Diskurs, Orientierung, Halt und, ja auch, Trost», sagte Präsidentin Bettina Limperg.

Bereits im Dezember wurde bekannt, dass zahlreiche Politiker am Kirchentag teilnehmen werden: Auf dem Programm stehen unter anderem Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Es gibt Online-Gottesdienste und Bibelstunden - etwa mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne). Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat einen Beitrag angekündigt. Der Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt (13. Mai) und der Schlussgottesdienst werden live im Fernsehen übertragen.

Teilnehmer des Kirchentags können zudem mit zufällig ausgewählten Gesprächspartnern chatten. «Die Begegnung von Mensch zu Mensch ist es, was einen ökumenischen Kirchentag ausmacht, und das wollen wir auch digital ermöglichen», sagte die Generalsekretärin des deutschen evangelischen Kirchentags, Julia Helmke. Präsenzveranstaltungen vor Ort werde es für das breite Publikum hingegen nicht geben.

«Gerade in Zeiten der globalen Seuche ist der ÖKT wichtig: Wir wollen gemeinsam Stimme sein für diejenigen, die bei uns und weltweit durch die Pandemie noch weiter an den Rand gedrängt werden, die auf der Strecke bleiben, die zur Zeit Einsamkeit und Angst erleben», sagte Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

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