Zwei Doppelpacks und kein Sieger bei Wehen und Saarbrücken

05.04.2021 Erst sieht Saarbrücken aus wie der sichere Sieger, dann zeigt Wehen Wiesbaden tolle Moral. Dank zweier Doppeltorschützen endet das Duell der beiden Verfolger mit einem Remis. SVWW-Coach Rüdiger Rehm lobt den Spirit seines Teams.

Zwei Spieler verfolgen einen Ball. Foto: picture alliance / Sophia Kembowski/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Den großen Schritt in der Tabelle verpassten am Ende sowohl der SV Wehen Wiesbaden als auch der 1. FC Saarbrücken. Doch während sich die Hessen nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch über einen Punktgewinn beim 2:2 (0:0) freuen konnten, herrschte beim Aufsteiger aus dem Saarland eher Ernüchterung. «2:2 verloren. Es war alles gut, bis zum 2:2. Zum wiederholten Mal schenken wir die Punkte einfach her», schimpfte Trainer Lukas Kwasniok bei «Magentasport» zum für sein Team unglücklichen Spielverlauf.

Der FCS sah nach einem Doppelpack von Angreifer Julian Schmidt (56. Minute/65.) aus wie der sichere Sieger, doch dann bewiesen die Gastgeber große Moral und glichen dank Phillip Tietz, der ebenfalls doppelt (84./90.+2) traf, noch aus. In der Tabelle bleiben Saarbrücken (46 Punkte) und der SVWW (45) damit weiter eng beisammen. «Nach einem 0:2-Rückstand ist das für uns ein gewonnener Punkt, den wir uns über eine gute Moral geholt haben», sagte Wehen Wiesbadens Chefcoach Rüdiger Rehm.

Mit dem Aufstieg in die 2. Liga dürfte es für beide Mannschaften nicht mehr klappen. Dynamo Dresden, Hansa Rostock und der FC Ingolstadt sind in der Tabelle schon deutlich enteilt. Für Rehm war besonders beeindruckend zu sehen, wie sich sein Team nach der jüngsten Misere gesteigert hat. «Wenn du vier Mal als Verlierer vom Platz gegangen bist und 0:2 hinten liegst, dann musst du es erstmal schaffen, zurückzukommen», betonte der 42-Jährige.

Doppeltorschütze Tietz kritisierte die fehlende Durchschlagskraft und das mangelnde Vermögen, geradlinig in die gefährlichen Zonen zu kommen. «Wir müssen den Plan spielen, den wir uns vornehmen», mahnte der Stürmer der Hessen. Man könne sich glücklich schätzen, «dass wir am Ende einen Punkt hierbehalten». Während Saarbrücken am kommenden Samstag (14.00 Uhr) Türkgücü München empfängt, gastiert der SVWW erst am Montagabend (19.00 Uhr) beim SV Meppen.

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