Darmstadt nach Coup beim HSV: Dursun und Berko überglücklich

11.04.2021 Der SV Darmstadt 98 ist dem Klassenverbleib wieder ein Stück nähergekommen. Ausgerechnet beim Hamburger SV überzeugen die Lilien - und feiern mit ihren beiden überglücklichen Torschützen.

Darmstadts Serdar Dursun (l) feiert sein Tor zur 2:0-Führung in Hamburg. Foto: Christian Charisius/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach ihrem Coup in Hamburg haben sich die Profis des SV Darmstadt 98 am Wochenende in Ruhe die Konkurrenz in der 2. Fußball-Bundesliga anschauen können. Mit dem 2:1 (0:0) am Freitagabend beim Aufstiegskandidaten HSV holten die Lilien wichtige Zähler im Abstiegskampf. «Wir brauchen sicher noch Punkte. Wer jetzt sagt, das ist gegessen, der hat sich getäuscht», mahnte jedoch Kapitän Fabian Holland und versprach: «Deswegen werden wir genauso weiterspielen wie gegen Hamburg.»

Die Tore für die Südhessen erzielten Erich Berko (51. Minute) und Torjäger Serdar Dursun (60.). Jeremy Dudziak gelang der Anschluss (77.). Berko, der im Sommer 2019 von Dynamo Dresden gekommen war, gelang sein erster Pflichtspieltreffer für Darmstadt überhaupt und bekam ein Sonderlob von Routinier Holland: «Das ist schon ein Büffel, der unglaublich schwer zu verteidigen ist.» Der Torschütze selbst meinte: «Wir haben gnadenlos und eiskalt zugeschlagen und das braucht es, um hier zu bestehen.»

Dass auch Dursun, ein gebürtiger Hamburger, bei einer missglückten Abwehraktion von Stephan Ambrosius zu seinem 17. Saisontor traf, schmerzte die Hanseaten doppelt. «Als Hamburger Junge in Hamburg zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes. Ich stand damals als Elfjähriger auf der Tribüne und hab mir geschworen: Eines Tages werde ich da unten auf dem Platz stehen und ein Tor machen. Nach 19, 20 Jahren ist mir das gelungen», sagte der überglückliche Stürmer.

Trainer Markus Anfang hat vor der nächsten Partie am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen die SpVgg Greuther Fürth aber einige Personalsorgen. Tim Skarke (Adduktorenbeschwerden) und Patric Pfeiffer (Sprunggelenkblessur) konnten nicht durchspielen. Der starke Torhüter Marcel Schuhen kämpfte sich mit einer Wadenverletzung bis zum Schlusspfiff durch.

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