Handel mit Bahntickets: Mann angeklagt

23.04.2021 Wegen des Handels mit betrügerisch erlangten Fahrtickets der Deutschen Bahn hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt Anklage gegen einen 36-Jährigen erhoben. Der Mann stehe in Verdacht, seit 2017 innerhalb von drei Jahren in 327 Fällen Bahntickets mit Hilfe zuvor ausgespähter Kreditkartendaten gekauft und im Internet an gutgläubige Kunden weiterveräußert zu haben, sagte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag. Die Karteninhaber und -unternehmen hatten dabei den Schaden.

Eine Statue der Justitia mit verbundenen Augen am Eingang eines Gerichts. Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Anklage geht von einem Verkaufserlös von rund 67 800 Euro aus, der aber lediglich die «Spitze des Eisbergs» darstellen soll. Die Ermittlungen hätten Hinweise auf mehr als 4800 Taten mit einem Gesamtschaden von rund 550 000 Euro erbracht - um das Strafverfahren handhabbar zu machen, habe man sich aber auf die 327 angeklagten Fälle beschränkt, sagte Niesen. Nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe wurde der Angeklagte im Herbst vergangenen Jahres festgenommen. Bislang äußerte er sich Niesen zufolge noch nicht zur Anklage. Termine für den Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Frankfurt stehen noch nicht fest.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Empfehlungen der Redaktion

Regional nordrhein westfalen

News Regional Nordrhein-Westfalen: Bahn um 1470 Bahntickets betrogen: Bande vor Gericht

Regional hessen

News Regional Hessen: Anklage nach Betrug beim Aktienhandel: Millionenschaden

Regional sachsen anhalt

News Regional Sachsen-Anhalt: Ex-Wirtschaftsmanager verurteilt: Durchsuchung bei Ehefrau