Bewährungsstrafe nach lebensgefährlicher Messerattacke

06.05.2021 Nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf einem Parkplatz ist ein 19 Jahre alter Mann vom Amtsgericht Frankfurt zu eineinhalb Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden. Aus einem «Imponiergehabe» heraus hatte er seinem Geständnis zufolge im November vergangenen Jahres in Königstein (Taunus) seinen zwei Jahre jüngeren Kontrahenten zunächst mit dem Messer bedroht und ihm danach einen tiefen Stich in den Bauch zugefügt. Nur mit einer Notoperation konnte das Opfer gerettet werden.

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unmittelbar nach der Tat benachrichtigte der stark alkoholisierte junge Mann einen Krankenwagen und die Polizei. Deshalb wurde er trotz der schweren Verletzungen nicht wegen eines versuchten Tötungsdelikts angeklagt, sondern wegen gefährlicher Körperverletzung - so wurde er nun auch verurteilt. Vor Gericht zeigte er Reue und Einsicht. Bei dem Opfer hatte er sich zuvor bereits brieflich entschuldigt. Die Jugendrichterin sprach im Urteil vom Donnerstag von einer «sehr schwerwiegenden Tat», die praktisch kein Motiv habe. Gleichwohl sei bei dem 19-Jährigen infolge seiner Reifedefizite das mildere Jugendstrafrecht anzuwenden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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