Kirchentag diskutiert die Gesellschaft nach Corona

12.05.2021 Wichtige Impulse auf dem Weg aus der Corona-Krise verspricht der Ökumenische Kirchentag von Donnerstag bis Sonntag in Frankfurt am Main. «Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, wie unsere Gesellschaft aus dieser Krise herausgeht», sagte Kirchentagspräsidentin Bettina Limperg am Mittwoch. «Kaum je ist uns Menschen in Europa in der neueren Zeit bewusster geworden, wie hart Demokratie, Rechtsstaat und das Vertrauen in staatliches Handeln jeden Tag neu erarbeitet werden müssen.»

Eine Mitarbeiterin des 3. Ökumenischen Kirchtags (ÖKT) präsentiert in der Geschäftsstelle ein ÖKT-Tuch. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wegen Corona finden die mehr als 100 Veranstaltungen ganz überwiegend digital statt. Über Chat-Funktionen, Abstimmungsschaltflächen und digitale Stehtische soll das Publikum aber auch dabei so stark wie möglich einbezogen werden.

Für Samstagabend plant der Kirchentag vier konfessionelle Gottesdienste, bei denen katholische und evangelische Christen gemeinsam das Abendmahl oder die Eucharistie feiern. Vom Vatikan wird diese Form der Annäherung kritisch gesehen. Der Kirchenpräsident der einladenden Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, sagte dagegen, dies sei «ein wirklicher ökumenischer Fortschritt», da dadurch die «wechselseitige Teilnahme» am Abendmahl akzeptiert werde. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, betonte: «Wir heißen die Christinnen und Christen anderer Konfessionen vorbehaltlos willkommen und wir feiern diese Gottesdienste als Mahlgottesdienste - Abendmahl und Eucharistie.»

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