Kammer: Apotheken Zeit geben für digitalen Impfpass

11.06.2021 Die hessische Apothekerkammer hat Corona-Geimpfte dazu aufgerufen, zur Ausgabe des neuen digitalen Impfpasses Anfang nächster Woche nicht sofort in die Apotheken zu stürmen. Der gelbe Papier-Impfpass habe weiterhin seine Gültigkeit, betonte Präsidentin Ursula Funke am Freitag in Wiesbaden. Man dürfe mit dem digitalen Impfpass «nicht mehr oder weniger».

Das Logo der CovPass-App ist neben einem Impfbuch auf einem Smartphone zu sehen. Foto: Oliver Berg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Funke rief die Menschen dazu auf, den Apotheken Zeit zu geben, sich auf die Technik für das neue Angebot einzustellen. Es seien auch nicht gleich alle Apotheken ab Montag dabei. Der digitale Impfpass sei aber eine «gute Sache», betonte Funke.

Einen vollen Corona-Impfschutz kann man künftig auch auf dem Handy vorzeigen - mit einem digitalen Impfpass, der jetzt schrittweise starten soll. Nach einer Testphase sollen sich nun nach und nach Impfzentren, Praxen und Apotheken ans System anschließen.

Den digitalen Nachweis soll man sich direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen können, in denen man geimpft wird. Dafür wird ein Barcode erzeugt, den man mit dem Smartphone abscannen oder auf Papier mitnehmen und später scannen kann. Genutzt werden kann der Nachweis über eine kostenlose App, die ihn lokal auf dem Handy speichert. Ärzte und Apotheken können nachträglich Zertifikate für bereits vollständig Geimpfte erstellen.

Apotheken sollen Impfbücher dann auch auf Fälschungen überprüfen, wie sie es schon bei anderen Dokumenten wie Rezepten tun. Auch wegen dieses Aufwands sollen sie jeweils 18 Euro Vergütung für das nachträgliche Erstellen der Digital-Nachweise bekommen. Für den Bürger ist der digitale Impfpass kostenlos.

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