Auch Betende könnten Opfer antisemitischer Angriffe werden

14.06.2021 Nach der Entdeckung von Hakenkreuzschmierereien am Thoraschrein des jüdischen Gebetsraums im Transitbereich des Frankfurter Flughafens hofft der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker auf rasche Aufklärung. «Wenn Judenfeindlichkeit die Schwelle hinein zu den Gebetsorten überschreitet, dann besteht die Gefahr, dass auch Betende Opfer solcher Angriffe werden können», sagte er am Montag. «Dies ist weder ein Kavaliersdelikt noch eine einfache Sachbeschädigung, sondern eine antisemitische Straftat.»

Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker gibt eine Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Schmierereien waren am vergangenen Mittwoch entdeckt worden - eher zufällig, als ein Lichtschalter in dem Gebetsraum im Terminal 2 ausgetauscht worden war, wie eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport am Montag berichtete. Der Gebetsraum war aufgrund der coronabedingten Maßnahmen über einen längeren Zeitraum geschlossen gewesen und erst am 1. Juni wieder geöffnet worden. Nach der Entdeckung seien umgehend die Polizei und der Sicherheitsdienst des Flughafens informiert worden. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News

Empfehlungen der Redaktion

Regional hessen

News Regional Hessen: Bouffier: Attacken auf jüdische Gemeinden «unerträglich»

Regional bayern

News Regional Bayern: Spaenle: Kampf gegen Antisemitismus in Verfassung aufnehmen

Regional nordrhein westfalen

News Regional Nordrhein-Westfalen: Feuer an Mahnmal für Synagoge - Gemeinde: «Brandanschlag»