Nach gewaltsamem Tod von 41-Jährigem Anklage erhoben

18.06.2021 Nach dem gewaltsamen Tod eines 41-jährigen Mannes hat die Staatsanwaltschaft Fulda Anklage wegen Mordverdachts gegen einen 38-Jährigen erhoben. Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen sei der Mann verdächtig, seinen ehemaligen Freund heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Beide Männer stammen aus Syrien und kannten sich bereits aus ihrer Heimat.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Tat soll sich am 15. Februar 2021 im Fuldaer Stadtteil Neuenberg ereignet haben. Am frühen Morgen dieses Tages soll der Verdächtige den Ermittlungen zufolge vor dem an der Wohnanschrift des Opfers geparkten Auto gestanden und durch die geschlossene Fahrertürscheibe drei gezielte Schüsse auf den 41-Jährigen abgegeben haben. Zwei davon hätten das Opfer verfehlt, das dritte Projektil habe jedoch die linke Gesichtshälfte des Mannes getroffen und sei in den Schädel eingedrungen, was zu seinem Tod geführt habe. Bei der Tat soll der 38-Jährige die Arg- und Wehrlosigkeit seines früheren Freundes, der gerade auf dem Weg zur Arbeit gewesen sei, bewusst ausgenutzt haben, so die Staatsanwaltschaft.

Nach Angaben der Anklagebehörde ging der 38-Jährige vermutlich davon aus, dass seine Ehefrau und das Opfer eine außereheliche Beziehung unterhielten, was er als so schwerwiegende Ehrverletzung empfunden habe, dass er sich wegen seines Rollenverständnisses und eines daraus resultierenden Herrschaftsanspruchs über seine Familie als «berechtigt zur Tötung des Tatopfers angesehen» habe, hieß es in der Mitteilung. Die Leiche des 41-jährigen Mannes war in einem abgestellten Auto im Fuldaer Stadtteil Neuenberg gefunden worden.

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