Gewerkschaft begrüßt Pläne für «smartere» Polizei

29.07.2021 Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßt Pläne, die hessische Polizei mit mobilen IT-Lösungen «smarter» zu machen. Bis die Beamten mit entsprechenden Apps auf dem dienstlichen Smartphone Unfälle aufnehmen, Verdächtige überprüfen oder dienstliche Absprachen treffen können, droht allerdings eine technische Durststrecke, wie der hessische GdP-Landesvorsitzende Jens Mohrherr sagt.

Eine Polizistin hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die IT-Anwendung «hessenDATA mobile» geöffnet ist. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Derzeit seien rund 4500 Geräte als «Poolhandys» im Einsatz, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Künftig solle die individuelle Ausstattung an ihre Stelle treten. «Das ist bei etwa 13.500 Polizistinnen und Polizisten in Hessen sehr begrüßenswert, aber das dauert wohl auch bis zu zwei Jahre» schätzte er die Dauer der technischen Umrüstung ein. «Erst mal stehen die Geräte nicht zur Verfügung.»

Auch auf die bestehenden Poolhandys müssten die teils bereits in Pilotversuchen erprobten Apps erst geladen werden - mit einem Höchstmaß an Sicherheit. «Digitalfunk ist kein Ersatz fürs Handy», sagte Mohrherr angesichts der zu erwartenden Handy-Lücke. Grundsätzlich sehe die GdP die Pläne für mobile IT der Polizei sehr positiv.

Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) und Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) stellen an diesem Donnerstag in Frankfurt IT-Lösungen für die Polizeiarbeit vor.

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