Deutlich weniger Fahrgäste im Nahverkehr

09.01.2021 Die Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich deutlich bei den Fahrgastzahlen im Nahverkehr. In den beiden bevölkerungsreichsten Städten des Bundeslandes nutzen zuletzt deutlich weniger Menschen Busse und Straßenbahnen.

Zwei Straßenbahnen fahren aneinander vorbei. Foto: Danny Gohlke/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Im vergangenen Jahr haben Busse und Straßenbahnen in Schwerin und Rostock deutlich weniger Menschen befördert als noch 2019. Die Zahl der Fahrgäste sank in Rostock in diesem Zeitraum von rund 41,5 auf 30,3 Millionen, wie die Rostocker Straßenbahn AG auf Anfrage mitteilte.

Im Januar 2020 stieg die Zahl der Passagiere demnach noch leicht im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den anderen Monaten des vergangenen Jahres blieben den Angaben zufolge aber die Fahrgastzahlen stets hinter denen aus den jeweiligen Monaten in 2019 zurück.

Besonders deutlich war das Minus etwa im April: 2020 wurden in diesem Monat rund 1,33 Millionen Menschen befördert - 2019 waren es noch rund 2 Millionen mehr.

Das Unternehmen rechnet für 2020 mit rund fünf Millionen Euro weniger Einnahmen. Die Ausfälle würden hauptsächlich durch einen Rettungsschirm des Bundes ausgeglichen.

Der Schweriner Nahverkehr rechnet mit rund drei Millionen Euro fehlender Einnahmen in Folge der Corona-Pandemie. Im vergangenen Jahr wurden in der Landeshauptstadt rund 12,15 Millionen Menschen in den Straßenbahnen und Bussen befördert, ein Jahr zuvor waren es noch rund fünf Millionen mehr.

Demnach nutzten in allen Monaten des Vorjahres weniger Menschen die Busse und Straßenbahnen als noch 2019. Besonders deutlich war der Rückgang auch hier im April, wo die Fahrgastzahlen von 1,3 Millionen auf rund 400 000 sanken.

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