Ein Toter und etliche Verletzte bei Glätte-Unfällen

13.01.2021 Schnee und kaum vorhersehbare Glätte haben Autofahrer im Nordosten überrascht. Auch ein Bus rutschte in Westmecklenburg einen Graben. Bei Greifswald starb ein Autofahrer. Die Polizei rät weiter zu Vorsicht.

Ein Warndreieck mit dem Schriftzug «Unfall» steht auf einer Straße. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schnee und plötzliche Glätte haben den Verkehr in Mecklenburg-Vorpommern behindert. Wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg am Mittwoch erklärten, kam es seit Dienstagabend zum mindestens zwölf Unfällen. Dabei kam ein Autofahrer ums Leben, mindestens vier Menschen wurden verletzt. Betroffen waren vor allem der Norden und der Westen des Landes.

Zuletzt rutschte am Morgen nahe Zierzow (Ludwigslust-Parchim) ein Linienbus von einer Landstraße in den Straßengraben. Dabei wurde niemand verletzt, sagte der Polizeisprecher. Die Straße von Grabow nach Marnitz sei aber gesperrt. Ebenfalls gesperrt sei weiterhin die Bundesstraße 105 bei Grevesmühlen, wo am Vorabend ein Lkw verunglückt war. Die Zugmaschine liege im Graben auf dem Dach, die Bergung werde voraussichtlich bis Mittwochmittag dauern.

Der schwerste Unfall hatte sich bereits am Dienstagabend zwischen Greifswald und Kandelin ereignet. Dort war ein Fahranfänger bei Glätte auf der Landesstraße 26 wohl zu schnell unterwegs gewesen. Sein Wagen rutschte gegen mehrere Leitplanken und einen Straßenbaum. Der 18-jährige Fahrer aus Greifswald starb. Sein 30 Jahre alter Beifahrer kam mit schweren Verletzungen in eine Klinik. Die Zufahrtsstraße zur A20 war rund zwei Stunden gesperrt.

Schwer verletzt wurde auch der Lkw-Fahrer, dessen Fahrzeug bei Grevesmühlen in den Graben gerutscht war. Kurzfristig einsetzender Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt hatten etliche Straßen im Westen des Landes seit Dienstagabend gefährlich glatt werden lassen, sagte ein Polizeisprecher. Inzwischen habe der Winterdienst aber vieles wieder abgestumpft, auch die Autobahn 19 sei wieder frei, hieß es.

Auf der Autobahn 19 war es hinter Wittstock in Brandenburg zu mehreren Unfällen gekommen, wodurch der Verkehr nach Norden zeitweise behindert wurde. Bei Kavelstorf kurz vor Rostock kam ein 27-jähriger Autofahrer auf der A19 von der Fahrbahn ab. Der Mann kam mit Verletzungen in eine Klinik. Das Auto wurde schwer beschädigt.

In Neustadt-Glewe rutschte eine 58-jährige Autofahrerin mit ihrem Auto in eine Böschung und wurde schwer verletzt. Insgesamt wurde der Sachschaden durch die Unfälle auf mindestens 150 000 Euro geschätzt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll es in der Nacht zu Donnerstag erneut Schneefälle im Nordosten geben.

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