Einspruch gegen Verfügung: Berliner wollen an die Seenplatte

02.02.2021 Nach den Corona-Regeln in Vorpommern-Greifswald beschäftigt sich das Verwaltungsgericht Greifswald jetzt mit den Corona-Auflagen im benachbarten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Unter anderem zwei Berliner hätten Einspruch gegen die dortige Einreisebeschränkung eingelegt, weil sie zu ihren Ferienwohnungen wollten, bestätigte Gerichtssprecher Heinz-Gerd Stratmann am Dienstagmorgen. Sie wollten demnach etwaige Frostschäden verhindern. Darüber hinaus gebe es noch einen weiteren Antrag mit Bezug auf die Allgemeinverfügung des Landkreises. Zuvor hatte die «Ostsee-Zeitung» berichtet.

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen am Eingang zum Landgericht angebracht. Foto: Oliver Berg/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hatte gestern bekanntgegeben, die nächtliche Ausgangssperre sowie den eingeschränkten Bewegungsradius von 15 Kilometern um den Wohnort aufzuheben. Anlass waren Entscheidungen des Greifswalder Verwaltungsgerichts gewesen, nach denen die entsprechenden Regeln bereits für zwei Antragssteller aufgehoben worden waren. Das Gericht hatte zudem grundsätzliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Regelungen geäußert.

Im Nachbarkreis Mecklenburgische Seenplatte gelten beide Schutzmaßnahmen wegen hoher Infektionszahlen schon seit Anfang Januar. Zudem ist laut Allgemeinverfügung der Aufenthalt von Personen ohne Hauptwohnsitz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
ohne triftigen Grund ebenfalls untersagt. Der Landkreis hatte angekündigt, das weitere Vorgehen in Abstimmung mit der Landesregierung zu prüfen.

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