Keine Einreise- und Ausgangsbeschränkungen im Nordosten mehr

02.02.2021 Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt im Nordosten zwar langsam - aber seit gut zwei Wochen. Nach Vorpommern-Greifswald hat nun auch die Mecklenburgische Seenplatte die Zusatz-Beschränkungen aufgehoben. Auch Zweitwohnungsbesitzer dürfen wieder einreisen.

Fast menschenleer ist der Fußgängerboulevard in Waren (Müritz). Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die zusätzlichen Einreise- und Ausgangsbeschränkungen sind im gesamten Osten Mecklenburg-Vorpommerns jetzt wieder aufgehoben worden. Nach Vorpommern-Greifswald hat am Dienstag auch der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die entsprechende Allgemeinverfügung widerrufen. «Damit gelten ab sofort nicht mehr die Ausgangsbeschränkungen in den Nachtstunden, die so genannte 15-Kilometer-Regelung und die Einreisebeschränkungen», erläuterte Vize-Landrat Kai Seiferth. Darauf habe man sich mit der Schweriner Landesregierung geeinigt.

Damit können auch Besitzer von Zweitwohnungen, die seit dem 21. Januar ausgesperrt waren, nun wieder einreisen und nach ihrem Eigentum sehen. Einige Berliner hatten gegen diese Einreisesperre vor dem Verwaltungsgericht Greifswald geklagt. Diese Klagen seien nun nicht mehr nötig, wie ein Gerichtssprecher sagte. Einwohner beider Landkreise müssen sich auch nicht mehr an die Ausgangssperre zwischen 21 Uhr und 6 Uhr halten.

An der Seenplatte galten die strengeren Einschränkungen seit 7. Januar. Seit zwei Wochen liegt der Kreis aber unter dem damals «kritischen Inzidenzwert» von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche. Der Kreis Vorpommern-Greifswald hatte die Ausgangssperre und die 15-Kilometer-Regel erst vor wenigen Tagen - nach dem Überschreiten der Inzidenz von 200 - einführen wollen. Nachdem Einwohner dort erfolgreich dagegen geklagt hatten, hatte Landrat Michael Sack (CDU) die Verschärfung wieder zurückgenommen.

An der Seenplatte liegt die Wochen-Inzidenz inzwischen auch seit sieben Tagen unter 150, dem später festgelegten neuen Schwellenwert. In Beratungen mit der Landesregierung sei festgelegt worden, dass nach sieben Tagen Unterschreitung des Schwellenwertes eine Lockerung möglich sei, sagte Seiferth. An der Seenplatte sei auch keine Infektion mit einer mutierten und besonders hoch ansteckenden Variante des Corona-Virus bekannt.

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