Land fördert 120 Kirchen-Sanierungen aus Strategiefonds

16.02.2021 Die CDU will dem C in ihrem Namen gerecht werden und hat durchgesetzt, dass 16 Millionen Euro aus dem Extratopf «Strategiefonds» in Kirchensanierungen fließen. Ihr Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Sack, will daraus ein dauerhaftes Programm machen.

Ein Kreuz an einem Kirchturm. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Turmsanierung der Dorfkirche Brietzig bei Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald: 235 000 Euro. Dach- und Fassadensanierung der spätgotischen Kirche in Thürkow im Landkreis Rostock: 150 000 Euro. Orgelsanierung in der Marienkirche Strasburg im Landkreis Vorpommern-Greiswald: 58 000 Euro. Aus dem Strategiefonds des Landes sind bislang 86 Kirchen bei ihren Sanierungsarbeiten unterstützt worden. Sie erhielten 8,5 Millionen Euro aus dem 2017 aufgelegten Fonds, wie der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Wolfgang Waldmüller, am Dienstag in Schwerin bilanzierte.

Der Fonds speist sich aus Haushaltsüberschüssen des Landes aus den vergangenen guten Jahren. Die Opposition kritisiert ihn, weil er ihr als «Spielwiese» der Mitglieder der Regierungsfraktionen SPD und CDU gilt. Die CDU habe die Unterstützung von Kirchensanierungen als einen Schwerpunkt im Strategiefonds gesetzt, sagte Waldmüller. Kirchen und Herrenhäuser seien die prägenden Bauten vieler Dörfer und kleiner Städte im Land, und vielen Kirchengemeinden falle es sehr schwer, das nötige Geld für größere Reparaturen aufzubringen. «Und die CDU hat nicht umsonst das C in ihrem Namen, als dass Kirche nicht zu jeder Zeit für uns wichtig wäre.»

Derzeit seien noch knapp 40 Vorhaben in der Antragsbearbeitung. Am Ende der Legislaturperiode würden dann rund 120 Kirchen mit zusammen 16 Millionen Euro bei wichtigen Sanierungsarbeiten unterstützt worden sein. Die Gesamtinvestitionssumme der Projekte belaufe sich auf 25 bis 30 Millionen Euro. Ein Bildband in einer Auflage von 1000 Stück, den die CDU-Landtagsfraktion herstellen ließ, präsentiert 18 Beispiele. Die Kosten in Höhe von 13 725 Euro seien aus der Fraktionskasse bezahlt worden.

Der Spitzenkandidat der CDU zur Landtagswahl im September, Michael Sack, betonte, es gebe weiterhin einen großen Hilfsbedarf bei der Erhaltung der historischen Kirchen im Land. «Es muss noch viel mehr getan werden.» Das zeige die große Zahl eingegangener Anträge. Sack schlug für die nächste Legislaturperiode die Auflage eines Landesprogramms über jährlich drei Millionen Euro vor. «Wir haben die Kirchen von unseren Vorfahren übernommen und wollen sie in gutem Zustand weiterreichen», sagte er.

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