Vielerorts weniger Einnahmen mit Parkscheinautomaten

21.02.2021 Parkscheinautomaten können für Städte eine lukrative Einnahmequelle sein. In einigen Kommunen Mecklenburg-Vorpommerns sind die Einnahmen im vergangenen Jahr gesunken. Andernorts zeichnete sich hingegen ein anderes Bild ab.

Ein Schild weist in Greifswald auf einen Parkscheinautomaten hin. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In mehreren Städten Mecklenburg-Vorpommerns sind die Einnahmen mit Parkscheinautomaten und Bescheide gegen Falschparker im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei fünf Städten im Bundesland. In der Landeshauptstadt Schwerin sanken die Einnahmen mit Parkscheinautomaten im Vergleich zu 2019 um mehr als 200 000 Euro auf rund 920 000 Euro. In Wismar gingen die Einnahmen im selben Zeitraum ebenfalls spürbar zurück: von 1,35 auf 1,18 Millionen Euro. In Neubrandenburg waren es mit 400 000 im vergangenen Jahr rund 40 000 Euro weniger als noch 2019. In Stralsund waren es 822 000 Euro - etwa 80 000 Euro weniger.

Ein anderes Bild zeichnete sich hingegen in der Hansestadt Rostock ab. Dort stiegen die Einnahmen mit Parkscheinautomaten laut Stadt um mehr als 200 000 Euro auf knapp 3 Millionen Euro an. Die Parkgebühren haben sich dort wie in mehreren anderen Städten demnach nicht verändert, in Neubrandenburg seien diese im Dezember 2019 angepasst worden.

In mehreren Städten wurden ebenfalls weniger Bußgeldbescheide gegen Falschparker verhängt. In Schwerin waren es knapp 28 000 im vergangenen Jahr, rund 13 000 weniger als noch ein Jahr zuvor. Entsprechend sanken auch die Einnahmen um mehr als 200 000 Euro. Die Stadt begründete den Rückgang unter anderem damit, dass der Ordnungsdienst andere Aufgabenschwerpunkte hatte wie die Kontrolle von Corona-Maßnahmen.

In Neubrandenburg wurde mit Knöllchen mit 327 000 Euro etwa 20 000 Euro mehr eingenommen als noch 2019. In Stralsund stiegen die Einnahmen in einem ähnlichen Verhältnis auf mehr als 410 000 Euro. Wismar verzeichnete hingegen 22 Prozent weniger Verwarnungen.

In Rostock stiegen auch diese Einnahmen deutlich an. 2,2 Millionen Euro an Verwarn- und Bußgelder für Halt- und Parkverstöße seien 2020 verhängt worden, etwa 600 000 Euro mehr als noch 2019.

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