Protestaktion für raschen Neustart im Gastgewerbe

05.03.2021 Einzelhändler, Gastronomen und Hotelbetreiber haben am Freitagmorgen vor dem Landtag in Schwerin für die rasche Öffnung ihrer coronabedingt geschlossenen Betriebe demonstriert. Auf Plakaten machten sie deutlich, dass viele Unternehmen durch monatelange Zwangsschließungen akut in ihrer Existenz bedroht seien und ihnen die vom Corona-Gipfel am Mittwoch beschlossenen Lockerungen nicht weit genug gingen.

Eine Protestaktion gegen die anhaltenden Corona-Schließungen vor dem Landtag in Schwerin. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die bei dem Bund-Länder-Treffen gefassten Beschlüsse seien «ein weiterer Tiefschlag für die Gastgeber Mecklenburg-Vorpommerns», heißt es in einer Mitteilung des Hotel- und Gaststättenverbandes, der zu den Initiatoren der Protestaktion gehörte. Das aktuelle Stimmungsbild im Gastgewerbe des Landes sei geprägt von Trostlosigkeit, Verzweiflung und Wut.

Am späten Vormittag wird sich der Landtag in einer weiteren Sondersitzung mit der Bewältigung der Corona-Krise befassen. Für den Nachmittag ist der nächste Corona-Gipfel der Landesregierung mit Wirtschafts- und Kommunalverbänden geplant, bei dem es um die Umsetzung der jüngsten Beschlüsse und die Fortschreibung der Corona-Landesverordnung geht.

Bund und Länder hatten am Mittwoch angesichts zuletzt wieder gestiegener Infektionszahlen vereinbart, den Lockdown bis zum 28. Februar fortzuführen, zugleich aber einen Stufenplan für Lockerungen beschlossen. Demnach dürfen Läden vom 8. März an regional eingeschränkt wieder für Kunden öffnen. Für Gastronomie und Hotellerie gibt es noch keinen Termin für einen Neustart.

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