Schnee sorgte für Unfallhäufung: Lkw-Bergung auf A20 nötig

06.04.2021 Bei heftigem Schneetreiben haben sich am Montagabend auf den Autobahnen 20 und 19 in Mecklenburg-Vorpommern eine Reihe von Unfällen ereignet, bei denen mindestens fünf Menschen verletzt wurden. Wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg am Dienstag erklärten, kam es zeitweise zu Sperrungen bei Tessin (Landkreis Rostock), Grimmen und Altentreptow (Mecklenburgische Seenplatte). Bei Jarmen (Vorpommern-Greifswald) wurde ein Sattelzug-Lkw von der A20-Fahrbahn gedrückt und kippte um. Für die Bergung müsse die A20 in Richtung Süden am Dienstag voraussichtlich gesperrt werden, hieß es.

Das Blaulicht eines Streifenwagens der Polizei leuchtet. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der schwerste Unfall ereignete sich bei Tessin, wo ein 31-jähriger Autofahrer beim Abbremsen vor einem Stauende mit seinem Fahrzeug ins Schleudern geriet und in eine Leitplanke fuhr. Dann prallte er gegen ein auf dem Seitenstreifen stehendes Fahrzeug, dass sich mehrfach überschlug. Beide Insassen dieses Fahrzeugs wurden schwer verletzt geborgen. Es kam über vier Stunden zu Behinderungen in Richtung Stettin. Der Schaden wurde auf rund 31 000 Euro geschätzt.

In der Gegenrichtung prallten bei Grimmen mehrere Autos während des Schneetreibens vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit in Leitplanken. Etwas weiter südlich verunglückten zwischen Jarmen und Altentreptow insgesamt sechs Autos, wobei es mehrere Verletzte gab. Dabei fuhren bei Altentreptow in Richtung Norden drei Autos ineinander. Für die Bergung musste die A20 eine Stunde in dieser Fahrtrichtung gesperrt werden. Ein Autoinsasse und ein Kind wurden verletzt geborgen und kamen in eine Klinik. Weitere Details seien unklar

In der Gegenrichtung raste ein Auto bei Altentreptow gegen die Leitplanke, hielt aber nicht an, sondern fuhr weg. Nun werde wegen Unfallflucht nach Fahrer und Fahrzeug gefahndet. In Höhe der Abfahrt Anklam kollidierten zwei Autos. Auf der Autobahn 19 nach Berlin kam zwischen Güstrow und Glasewitz ein Auto ins Schleudern und rutschte von der Autobahn. Es habe geborgen werden können, hieß es. Die Bergung des verunglückten Lastwagens bei Jarmen, für die ein großer Kran benötigt wird, sollte am Dienstagvormittag beginnen.

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