Pflanzen warten auf Regen: Rapsblüte beginnt

30.04.2021 Der April war recht kühl - das freut die Landwirte: Damit brauchten die Pflanzen weniger Wasser. Diese sind gut gewachsen und der Raps beginnt zu blühen. Nun könnte es aber - vor allem im Süden - mehr regnen.

Rapspflanzen blühen. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern warten auf Regen. Nach dem kühlen und zum Ende hin zu trockenen April brauchen die Pflanzen jetzt langsam mehr Wasser zum Wachsen, erläuterte der Pflanzenbaureferent des Bauernverbandes, Frank Schiffner, in Neubrandenburg der Deutschen Presse-Agentur. Bisher seien das Getreide und der Raps aber gut über den Winter und die Zeit danach gekommen. «Es war mal ein normales Jahr», sagte Schiffner. Inzwischen fange der Raps vielerorts langsam zu blühen an.

Dass es im April kühl war, sei den Pflanzen gut bekommen, denn damit sei auch weniger Wasser verdunstet als in den sonnigen und oft zu heißen Apriltagen der Vorjahre. Bisher sei der Wasserbedarf der Pflanzen in diesem Stadium auch noch nicht so groß gewesen. Mit etwa 172 000 Hektar wird im Nordosten 2021 in etwa soviel Raps angebaut wie 2020. Das seien aber auch 16 Prozent weniger als im Mittelwert der Jahre 2015 bis 2020.

«Das Problem ist, dass es im Winter zwar normale Regenmengen waren, aber das große Wasserdefizit durch die trockenen Vorjahre noch immer nicht ausgeglichen ist», erläuterte Meteorologe Uwe Ulbrich vom Wetterstudio Hiddensee. Vor allem in tieferen Bodenschichte sei es weiter zu trocken.

Der April war trotz der Fröste am Monatsende nach Einschätzung der Meteorologen mit Durchschnittstemperaturen von 6 Grad in Warnemünde und 5,4 Grad in Trollenhagen bei Neubrandenburg nur wenig kälter als das langjährige Mittel. Allerdings lagen die Regenmengen in einigen Orten im April unter dem Durchschnitt. So wurden in Grambow 11,6 Liter pro Quadratmeter gemessen, knapp 30 Prozent des Durchschnitts. Auch in Friedland, wo Schiffner gemessen hat, kam nur etwa ein Drittel dessen an Wasser herunter, was üblich ist. Deutlich mehr mit knapp 39 Liter Regen wurden in Tribsees (Vorpommern-Rügen) gemessen, was 96 Prozent waren.

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