Stallbrand in Alt Tellin: Rund 50 000 Schweine verendet

07.05.2021 In der fast vollständig abgebrannten Schweinezuchtanlage Alt Tellin (Vorpommern-Greifswald) sind nach amtlichen Angaben etwa zehn Prozent weniger Tiere ums Leben gekommen, als bisher mitgeteilt wurde. Die korrigierten Zahlen haben das Schweriner Agrarministerium und der Anlagenbetreiber - die Landwirtschaftliche Ferkelzucht Deutschland Holding (LFD) - am Freitag bekanntgegeben. Demnach waren zum Brandausbruch am 30. April etwas mehr als 51 000 Sauen und Ferkel in der Ferkelaufzuchtanlage, von denen 49 771 Schweine bei dem Feuer verendeten. Diese Zahlen beruhten auf einer exakten Auswertung aller Protokolle, sagte LFD-Sprecher Ralf Breke-Bramkamp.

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Kurz nach dem Brand hatte die LFD erst von insgesamt 7000 Sauen und 50 000 Ferkeln in Alt Tellin gesprochen, wovon nur 1300 Schweine gerettet werden konnten. Diese Zahl sei die Kapazität an dem Standort gewesen, sagte Beke-Bramkamp. Die tatsächliche Zahl könne um mehrere tausend Tiere schwanken, da in solchen Anlagen ständig Jungtiere geboren werden oder große Ferkel mit Transporten zu anderen Mästern gebracht werden.

Die Brandursache ist bisher noch nicht geklärt. Es besteht laut Staatanwaltschaft der Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung, wobei auch ein technischer Defekt in Frage kommt. Ein erstes Ergebnis zur Ursache soll Ende Mai vorliegen. Nach dem Großbrand ist eine Debatte um Schließungen von großen industriellen Tierzuchtanlagen entbrannt, vor allem aus Brandschutzgründen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News