Corona-Pandamie: Ministerin dankt Kindern und Jugendlichen

21.05.2021 Die Corona-Krise hat den Kleinen in der Gesellschaft eine große Last aufgebürdet. Unbeschwerte Tage waren für sie in den vergangenen Monaten kaum möglich. Sachsen hofft nun auf einen richtigen «Kindersommer».

Gesundheitsministerin Petra Köpping. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hat an die schwierige Lage von Kindern und Jugendlichen in Zeiten von Corona erinnert und sich für ihre Geduld und ihr Mittun bedankt. Sie hätten Verantwortung übernommen, zu Hause gelernt, zum Teil auch Geschwister mitbetreut, die Eltern unterstützt und seien durch all das auch gewachsen, sagte Köpping am Freitag im Dresdner Landtag. Die Pandemie sei eine Schule, wie man sozial miteinander umgehen könne und Verantwortung für andere schon in jungen Jahren übernehme.

Gerade für junge Leute bedeute die Pandemie große Einschnitte, betonte Köpping. Erwachsene könnten Dinge auch auf das nächste Jahr verschieben, bei Kindern und Jugendlichen sei das nicht ohne Weiteres möglich. Der Abschlussball oder die Jugendweihe habe man nicht so feiern können wie zuvor: «Dann ist das ein Einschnitt, den Jugendliche eben auch ein Leben lang nicht vergessen werden. (...) Kinder und Enkelkinder - sie mussten ihre Zeit ganz anders verbringen als ihre Generationen zuvor.»

Man könne stolz auf die jungen Menschen sein, sagte die Ministerin. «Das vergangene Jahr war eine Strapaze, für Familien, für Jugendliche, für Kinder. Einsamkeit wurde auch für Kinder ein Problem.» Familien in schwieriger finanzieller Lage hätten das doppelt und dreifach gespürt. Die Pandemie habe auch zu psychischen Auffälligkeiten geführt. Kinder sollten gleiche Chancen im Leben haben - das müsse man jetzt durch Programme für sie wieder aufholen. Kinder müssten endlich wieder Kind sein können. Angebote der Kinder- und Jugenderholung könnten helfen, diese negativen Folgen ein Stück weit zu verarbeiten.

Die Landtagsdebatte zur Situation junger Menschen in der Krise hatten die Grünen beantragt. Deren Abgeordnete Kathleen Kuhfuß schlug im Namen ihrer Partei einen «Sommerpakt» für Kinder und Jugendliche vor - «damit Kinder nicht nur aufholen, sondern sich auch erholen können». Der Pakt solle Ferienlager, leicht zugängliche Outdoor-Aktivitäten im Stadtteil oder auch eine Initiative für Sport und Bewegung umfassen. Köpping versprach, die Anregungen aufzunehmen und einen «Kindersommer» zu ermöglichen.

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