Schwesig für härtere Regeln bei Rückkehr aus Risikogebieten

26.06.2021 Zum Schutz vor einer Corona-Infektionswelle im Herbst drängt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) den Bund zu verschärften Vorkehrungen für Reiserückkehrer. «Internationale Reisen dürfen nicht dazu führen, dass sich wieder mehr Menschen infizieren und das Virus nach Hause tragen. Deshalb ist es wichtig, dass für alle Rückkehrer aus Risikogebieten gilt, dass sie zwei Tests machen: Zu Beginn der Rückkehr und nach fünf Tagen Quarantäne», betonte Schwesig in Schwerin.

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern, spricht im Bundesrat. Foto: Wolfgang Kumm/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die bislang geltende Regelung, nach der ein einmaliger negativer Corona-Test gleich nach der Rückkehr ausreicht, werde der Realität nicht gerecht. In der Vergangenheit habe es Beispiele dafür gegeben, dass die Infektion erst Tage nach der Rückkehr erkannt wurde. Daher solle der Bund seine Verordnung ändern oder den Ländern die Möglichkeit einräumen, selbst darüber zu entscheiden. Mecklenburg-Vorpommern habe sich im Vorjahr für die sicherere Variante entschieden und wolle das auch wieder tun, wenn der Bund dies ermöglicht.

«Wir stehen im Moment gut da. Doch gerade wegen der weltweit um sich greifenden Delta-Variante des Coronavirus sollten wir nun besonders vorsichtig sein. Wir müssen alles dafür tun, dass wir die hart erkämpften Lockerungen beibehalten können und nicht wieder gezwungen werden, zu Schließungen zurückzukehren», erklärte Schwesig.

Trotz des einsetzenden Urlauberzustroms aus vielen Teilen Deutschlands verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern aktuell mit einer Inzidenz von etwa zwei Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen den bundesweit geringsten Wert. Das Land hat trotz Kritik lange an seinem Einreiseverbot für auswärtige Gäste festgehalten und erst Anfang Juni wieder Urlaub im Nordosten zugelassen.

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