Zukunft des Schiffbaus im Nordosten bleibt umstritten

14.09.2021 Die Zukunft der Werften in Mecklenburg-Vorpommern könnte auch vom Wahlergebnis abhängen. Während Linke und Grüne sich im TV-Duell vor der Landtagswahl für die Werften stark machten, übten FDP und AfD Kritik an den bisherigen Wirtschaftshilfen. «Wir hätten mit dem Geld eigentlich längst einen Strukturwandel mit einleiten müssen», sagte FDP-Spitzenkandidat René Domke am Dienstag im Vierkampf der Oppositionsparteien. Er kritisierte die Übernahme von unternehmerischem Risiko durch die Politik und plädierte für Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Simone Oldenburg, die Spitzenkandidatin der Linken für die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, spricht mit René Domke, Spitzenkandidat der FDP. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Linkenpolitikern Simone Oldenburg sorgt sich hingegen um die Abwanderung von gut bezahlten Jobs: «Wir haben viel zu wenig Industriearbeitsplätze». Oldenburg erkannte in diesem Zusammenhang jedoch an, dass die Werften seit Jahrzehnten gerettet werden müssen, es gelte daher die Produktpalette der Werften zu erweitern. Auch Anne Shepley von den Grünen will Arbeitsplätze sichern: «Wir können jetzt nicht einfach sagen, «der Markt regelt das» und die Jobs sind dann weg». Sie hoffe auf klimafreundliche Antriebe auch im Schiffbau.

Horst Förster von der AfD steht Finanzhilfen, die nicht nachhaltig helfen, kritisch gegenüber. Sein Spitzenkandidat Nikolaus Kramer, für den er wegen Erkrankung eingesprungen war, hatte im Vorfeld sogar nahegelegt, die Werften im Zweifel pleite gehen zu lassen.

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