Harz stellt Spuren der Loipen ein: Sorge vor neuem Andrang

15.01.2021 Der Nationalpark Harz stellt das Spuren der Loipen ein. Zu groß sei sonst die Verlockung, das «Winter Wonderland» zu besuchen, so der Landkreis Goslar. Auch andernorts müssen sich Ausflügler auf Einschränkungen einstellen.

Nur vereinzelt sind Skiläufer auf den Loipen unterwegs. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aus Sorge vor einem möglichen Besucherandrang in verschneiten Regionen gelten auch an diesem Wochenende vielerorts verschärfte Maßnahmen. «Der Nationalpark Harz hat das Spuren der Loipen eingestellt, weil das möglicherweise Leute anlocken könnte», sagte Maximilian Strache, Sprecher des Landkreises Goslar. Der Harz sei momentan ein «Winter Wonderland», das zu viele Ausflügler anziehe. Polizei und Ordnungskräfte kontrollierten verstärkt die Einhaltung der Maskenpflicht auf Rodelhängen und Parkplätzen und ließen Falschparker entlang der Landstraßen abschleppen.

Zudem gelte auf Rodelhängen eine Maskenpflicht; essen und trinken sei dort verboten, wo ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden müsse, heißt es in einer neuen Allgemeinverfügung des Landkreises Goslar. Landrat Thomas Brych (SPD) betonte, dass die bestehenden Kontaktbeschränkungen auch bei einem Ausflug in den Schnee zwingend beachtet werden müssten.

Im Landkreis Holzminden bleiben die größten und am stärksten besuchten Rodelhänge aufgrund der Corona-Pandemie weiter gesperrt. Der Kreis hatte seine entsprechende Allgemeinverfügung wegen der anhaltend kalten Witterung bis Ende Januar verlängert. Rodeln ist verboten, Ski-Langlauf oder das Hinterherziehen eines Schlittens beim Spazierengehen dagegen erlaubt.

Dies gilt für einen Hang auf dem Köterberg, die Flughafenwiesen auf dem nördlichen Ithkamm, der Kammweg am Wilhelm-Raabe-Weg am Roten Fuchs im Hils und zwei Rodelhänge im Solling in der Nähe von Silberborn beziehungsweise von Neuhaus.

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