Kurzarbeit auf Meyer-Werft wird bis Ende Juni verlängert

29.01.2021 Beim kriselnden Kreuzfahrtschiffbauer Meyer-Werft an der Ems haben Geschäftsführung sowie Betriebsrat und IG Metall sich auf Kurzarbeit bis Ende Juni verständigt. Die Einigung stehe im Grundsatz, Details sollten am kommenden Montag festgezurrt und der Belegschaft mitgeteilt werden. Das sagten beide Seiten in Papenburg am Freitag auf Anfrage und bestätigten entsprechende Medienberichte.

Meyer-Werft Papenburg steht auf einem Schutzhelm. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Offiziell läuft die Kurzarbeit auf der Werft nur bis Ende Januar, sie muss neu angemeldet werden. Es gab aber schon im November eine Absichtserklärung, sie bis Ende Juni zu verlängern. Zugleich solle es in der Zeit keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Das Gesprächsklima auf der familiengeführten Traditionswerft gilt derzeit als vergiftet. Die Arbeitnehmerseite will nicht über die Zukunft bis 2025 verhandeln, solange die Leitung mit dem Abbau von Jobs droht. Stattdessen solle Meyer die Arbeit von Werkvertragsfirmen einschränken, fordert der Betriebsrat. Die Werft muss aber Kosten und Kapazitäten einsparen, weil die bunten Kreuzfahrt-Ozeanriesen in der Corona-Pandemie derzeit nicht gebraucht werden.

Einschließlich der Tochterfirmen beschäftigt Meyer am Standort Papenburg etwa 4500 Menschen. Nach Planungen der Geschäftsführung könnten bis zu 1800 Jobs auf der Kippe stehen.

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