Corona: Bundeswehr im Hochrisikoland Portugal eingetroffen

03.02.2021 Ein Team der Bundeswehr aus Ärzten und Sanitätern zur Unterstützung des von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Portugal ist am Mittwoch in Lissabon gelandet. Die 26 Soldatinnen und Soldaten wurden am frühen Nachmittag auf dem Militärflughafen Figo Maduro in Lissabon von Verteidigungsminister João Gomes Cravinho, Gesundheitsministerin Marta Temido und dem deutschen Botschafter in Portugal, Martin Ney, begrüßt. Sie waren mit einer Transportmaschine vom niedersächsischen Fliegerhorst Wunstorf aus gestartet.

Blick auf die Uniform eines Bundeswehrsoldaten. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die staatliche Nachrichtenagentur Lusa und der öffentlich-rechtliche Fernsehsender RTP meldeten unter Berufung auf das portugiesische Gesundheitsministerium, dass die Soldatinnen und Soldaten im Hospital da Luz in Lissabon aushelfen sollen. Die Klinik wird vom privaten Gesundheitsversorger Luz Saúde betrieben und gilt als eine der modernsten und größten in Portugal. In der Klinik wurden Ende Januar bereits Covid-19-Patienten des zum Teil stark überforderten staatlichen Gesundheitssystems SNS aufgenommen.

Das Bundeswehrteam hat unter anderem Beatmungsgeräte und Infusionsgeräte für schwerkranke Corona-Patienten dabei. Ursprünglich war geplant, auch 150 Lazarettbetten mit nach Portugal zu bringen. Die portugiesische Seite hatte aber kurz vor dem Abflug mitgeteilt, dass diese nicht benötigt würden. Der Einsatz der Deutschen in dem Land mit einer der höchsten Infektionsraten der Welt ist zunächst auf drei Wochen angelegt, kann bei Bedarf aber mit einem neuen Team verlängert werden.

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