Wissenschaft: Teebeutel vergraben in der Lüneburger Heide

05.02.2021 Interessierte können bei einem Forschungsprojekt zur Bodenforschung im Naturpark Lüneburger Heide mitmachen. Dazu werden Teebeutel vergraben und nach drei Monaten wieder ausgebuddelt, teilte der Naturpark mit. Anhand des verringerten Gewichts der Teebeutel ließen sich Rückschlüsse auf die Aktivität von Lebewesen im Erdreich ziehen. Möglichst viele Menschen können und sollten bei der Aktion mitmachen, um so Grundlagen für die Forschung zu liefern.

Naturpark Lüneburger Heide. Foto: Lüneburger Heide GmbH/dpa-tmn/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Robin Marwege vom Naturpark Lüneburger Heide, hofft auf viele Freiwillige in der Region. «Ich freue mich, wenn viele mitmachen, um für unsere Region möglichst viele Daten zu erhalten. Wie lebendig ist der Boden beispielsweise im Garten, auf einer Pferdewiese, auf dem Acker oder im eigenen Wald?» Wichtig sei, dass man vor der Anmeldung prüft, ob man einen geeigneten Standort hat. Auf fremden Flächen oder gar in geschützten Gebieten in der Natur und Landschaft dürften natürlich keine Teebeutel vergraben werden.

Anmelden kann man sich unter www.expedition-erdreich.de. Die «Expedition Erdreich» ist ein Forschungsprojekt des Bundesforschungsministeriums und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Schon im Sommer waren in der Heide Teebeutel vergraben worden. Der Aktivitätswert für die Untersuchungsstelle, die sogenannte Zersetzungsrate, war als mittel bis gering eingeschätzt worden - ein für sandige Heideböden typischer Wert.

Der Naturpark Lüneburger Heide ist Modellregion für nachhaltige Entwicklung und wird durch einen Verein getragen, in dem sich die Landkreise Harburg, Heidekreis und Lüneburg sowie alle Kommunen im Städtedreieck Lüneburg, Soltau und Buchholz engagieren.

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