Rund 30 Jahre alter Mordfall bei «Aktenzeichen XY»

05.02.2021 Fast 30 Jahre nach dem Fund eines unbekannten Mordopfers haben die Staatsanwaltschaft Verden und die Polizei Verden/Osterholz die Ermittlungen wieder aufgenommen. Wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte, soll der Fall am kommenden Mittwoch (10. Februar) in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» vorgestellt werden. Die Ermittler hoffen, dass sie mögliche Zeugen finden können. Inzwischen gibt es neue kriminaltechnische Methoden, die bei der Aufklärung des Falls helfen könnten. Bislang ist die Identität des Opfers unklar. Der oder die Täter sind ebenfalls unbekannt.

ZDF-Moderator Rudi Cerne im Studio der Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst». Foto: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine Anwohnerin hatte im Dezember 1991 im Landkreis Verden an der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Bremen die Leiche eines Mannes entdeckt. Am Körper des bekleideten Mannes im Alter zwischen 25 und 35 Jahren fanden die Ermittler Spuren von erheblicher Gewalt. «Der Tote war vermutlich mit einem Fahrzeug zum Fundort transportiert und dort über die Leitplanken die Böschung der Autobahn-Überführung hinuntergeworfen worden», so die Polizei. Eine Mordkommission konnte weder die Identität des Toten klären, noch die Täter finden.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann seine Kindheit und Jugend in Osteuropa verbracht hat und erst in seinem letzten Lebensjahr Bezug zu Mitteleuropa und Deutschland hatte. Die Staatsanwaltschaft Verden will für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, 5000 Euro bezahlen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News