Staus in Niedersachsen im Corona-Jahr 2020 fast halbiert

11.02.2021 Immerhin etwas Gutes in der Corona-Krise: Weil weniger Autos unterwegs waren, sind auch die Wartezeiten auf den Autobahnen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen.

Der Schriftzug des Automobilclubs ADAC steht an einem Gebäude. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Autofahrer sind im vergangenen Jahr in Niedersachsen deutlich seltener im Stau gestanden als üblich. Nach Berechnungen des Autoclubs ADAC hat sich die Länge der Autobahnstaus im Corona-Jahr 2020 fast halbiert: von knapp 137 000 Kilometer im Vorjahr auf etwas mehr als 73 000 Kilometer. Auch in Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gingen die Staus zurück - über den ganzen Norden betrachtet um rund 40 Prozent.

Der Hauptgrund für diesen Rückgang ist dem ADAC zufolge das geringere Verkehrsaufkommen während der Pandemie. Bundesweit habe dieses rund zwölf Prozent untern dem Vorjahresniveau gelegen.

Mehr als die Hälfte der Staukilometer in Niedersachsen entfiel auf die A7 (rund 26 200) und die A1 (rund 21 100). Auf der A7 war besonders der Abschnitt Berkhof-Schwarmstedt an der Lüneburger Heide betroffen, auf der A1 die Strecke zwischen Osnabrück-Hafen und dem Kreuz Lotte/Osnabrück. In beiden Bereichen hatte es Baustellen gegeben. Auf Platz drei der stauträchtigsten Autobahnen im Land lag die Ost-West-Achse A2 mit rund 11 400 Kilometern.

Den längsten einzelnen Stau in Niedersachsen erfasste der ADAC am 15. September auf der A7 zwischen Northeim-West und Rhüden am Harz. Damals stockte es dort auf 22 Kilometern. Mit knapp drei Stunden war aber immerhin die Dauer dieses Staus überschaubar. Den zeitlich längsten Stau gab es mit rund 17 Stunden am 15. Dezember auf der A7 zwischen Mellendorf und Westenholz.

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