Mildere Temperaturen lassen Schnee schmelzen

16.02.2021 Schnee, Eis und frostige Temperaturen haben Teile Niedersachsens in eine weiße Winterlandschaft verwandelt. Damit könnte es bald vorbei sein, denn es naht mildere Meeresluft. Eine kritische Hochwasserlage wird aber zunächst nicht erwartet.

Eis an dem Dachüberhang eines Hauses schmilzt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Trotz des einsetzenden Tauwetters ist die Gefahr für Hochwasser und Überschwemmungen in Niedersachsen in den nächsten Tagen eher gering. Die Wasserstände in den Gewässern würden zwar steigen und es werde nach aktuellem Stand auch zahlreiche Meldestufenüberschreitungen geben, schätzte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Lage ein. Es werde aber nicht regnen, so dass die Lage nicht sehr kritisch werden dürfte.

Im Laufe der Woche sollen die Temperaturen merklich je nach Lage auf bis zu zehn, elf Grad ansteigen. Momentan sind in der Südhälfte Niedersachsens laut NLWKN 30-50 Millimeter Wasseräquivalent in einer Schneedecke zwischengespeichert, gebietsweise im Harz 50-80 Millimeter und in der Nordhälfte und im Harzvorland bis zu 30 Millimeter. Ein Millimeter Wasseräquivalent entspricht dabei laut Deutschen Wetterdienst einem Liter Schmelzwasser pro Quadratmeter.

Das Wasser werde nun im Laufe der Woche abfließen. Tauwetter und Schneeschmelze seien nicht gleichbedeutend mit Hochwasser, betonte eine NLWKN-Sprecherin. Es müsse berücksichtigt werden, dass auch Wasser verdunste und regulär abfließe. Die Aussagen des Landesbetriebs beziehen sich nur auf Binnengewässer, darunter Seen und Flüsse. Die Lage in einzelnen Kommunen, der Ablauf über die Kanalisation oder die Situation an kleinen Bächen könnten nicht beurteilt werden.

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