Impfstart an Kitas sowie Grund- und Förderschulen

07.03.2021 Kita-Personal und Beschäftigte an Grund- und Förderschulen in Niedersachsen können ab sofort mit hoher Priorität der Kategorie zwei gegen das Coronavirus geimpft werden. Der entsprechende Erlass sei an die Impfzentren gegangen, diese sollten «zeitnah» Kontakt mit Schulen und Trägern der Kinder- und Jugendhilfe aufnehmen und Termine mit dem «impfwilligen Personal» ausmachen, teilten das niedersächsische Gesundheits- und das Kultusministerium am Sonntag mit. Alle Personen, die in der Kindertagesbetreuung sowie an Grund- und Förderschulen tätig seien, sollten ein Impfangebot erhalten. Mobile Impfteams könnten die Impfungen übernehmen.

Ein Junge spielt in einem Kindergarten auf dem Boden. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Von einem «guten Signal» für die Beschäftigten sprach Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. In den Kitas und Grundschulen sei Abstand halten oftmals nicht möglich - und auch nicht sinnvoll. Der SPD-Politiker betonte: «Es müssen aber alle Lehrkräfte und Schulbeschäftigten aller Schulformen schnellstmöglich ein Impfangebot erhalten. Ich fordere Bundesgesundheitsminister Spahn daher auf, die Impfverordnung entsprechend anzupassen.»

Niedersachsens neue Gesundheitsministerin Daniela Behrens sagte: «Wir alle wollen, dass insbesondere die Kinder ein Stück Normalität zurückerhalten und dazu gehört das gemeinsame Spielen und Lernen in Schule und Kita.» Es sei folgerichtig, den Beschäftigten ein Impfangebot mit dem Impfstoff von Astrazeneca zu machen - so schnell es die Impfreihenfolge zulasse, sagte die SPD-Politikerin.

Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt ab Montag wieder die Präsenzpflicht. Bisher konnten die Eltern dieser Schüler entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder von zu Hause aus lernen lassen wollen. Vom 15. März an weiten die Schulen ihren Betrieb aus: Dann beenden die Klassen fünf bis sieben sowie der zwölfte Jahrgang das Homeschooling. Sie kehren im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurück. Eine Woche später, vom 22. März an, sollen alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren.

Torsten Neumann, Vorsitzender des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte, forderte die Impfung aller Lehrkräfte als auch des weiteren Schulpersonals aller Schulen, «damit am 15. März 2021 die weiterführenden Schulen weiter geöffnet werden können». Weil dies noch nicht möglich sei, halte er ein «Zurück zu einem halbwegs normalen Schulbetrieb» für mehr als riskant: «Präsenzunterricht setzt den Schutz durch eine Impfung voraus.» Andere Bundesländer wie Bremen und Baden-Württemberg seien bereits weiter.

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