Lebenslange Haft nach tödlichem Streit an Tankstelle

16.03.2021 Für einen tödlichen Messerangriff auf einen gleichaltrigen Bekannten ist ein 22 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Aurich wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die Kammer sah es am Dienstag als erwiesen an, dass der Deutsche seinen Bekannten im vergangenen September nach einer Feier bei einem Streit im ostfriesischen Wiesmoor tötete, wie ein Gerichtssprecher nach der Urteilsverkündung sagte.

Der Eingangsbereich des Landgerichts Aurich. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Demnach stach der 22-Jährige im betrunkenen Zustand mehrmals auf einem Tankstellengelände mit einem Messer auf sein Opfer ein. Das Opfer starb wegen des hohen Blutverlustes. Das Gericht war davon überzeugt, dass es zu der Tat kam, nachdem das Opfer das Auto des Angeklagten nach der Feier gegen einen Bordstein gefahren hatte. Dadurch wurde eine Felge beschädigt. «Darüber war der Angeklagte so in Wut geraten, dass es zu der Tat kam», sagte der Gerichtssprecher.

Das Gericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die für den Mann eine lebenslange Freiheitsstrafe verlangt hatte. Die Verteidigung ging von einer verminderten Schuld aus und hatte für elf Jahre Gefängnis plädiert.

Der Angeklagte nahm das Urteil laut Gerichtssprecher ohne Regung entgegen. Im Prozess hatte der Mann über seinen Anwalt eingeräumt, für die Tötung verantwortlich zu sein. Er beteuerte, er habe das Opfer nicht töten wollen. In einem letzten Wort hatte der Angeklagte um Entschuldigung gebeten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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